Magellan ist bekanntlich der
Ur-Vater aller Weltumsegler, auch wenn er das Ende seiner epochalen Reise selbst nicht mehr erlebte.
Ihm gelang es als Portugiesen den spanischen König
zu überzeugen, eine Flotte von fünf Schiffen mit 237 Mann auszurüsten, die den
vermuteten Seeweg um Südamerika finden sollten. Die Überzeugung Magellans, dass
es diesen Seeweg gibt, gründete wahrscheinlich auf der falschen Annahme, dass
das immense Mündungsdelta des Rio de la Plata eine Meerenge sei. Dass dies eine
falsche Annahme war, stellte sich bald heraus, da nach einigen Tagen Fahrt
gegen den gemächlichen Strom das Wasser immer weniger salziger schmeckte.
Er liess sich nicht entmutigen und
suchte nach Süden segelnd in allen gösseren Buchten Wege, die nach Westen
führten. Dabei verlor er ein Boot durch Schiffbruch und ein weiteres kurz vor
dem Ausgang der Magellan-Strasse in den Pazifik durch Desertation und Rückkehr
nach Spanien, da Kapitän und Mannschaft nicht mehr an einen Erfolg glauben.
Mit drei Schiffen in erbärmlichen
Zustand sowie kranker und hungriger Mannschaft erreichte er nach über drei
Monaten auf dem Pazifik die Insel Guam. Wenig später, am 27. April 1521 verlor
er und Teile seiner Mannschaft bei einem Scharmützel mit Einheimischen auf den Philippinen
sein Leben.
Die verkleinerte Mannschaft
versenkte ein Schiff und segelt mit nur noch zweien weiter nach Borneo und zu
den Molukken, die durch den Gewürzhandles Kontakte zu Portugiesen hatten. Da
nur ein Schiff seetauglich war und das andere dringend repariert werden musste,
brach das letzte übrig geblieben alleine zum Rest der Reise auf und erreichte
am 6. September 1522 den spanischen Ausgangshafen Sevilla. Von der
ursprünglichen Mannschaft erreichten nach zwei Jahren, 11 Monaten und zwei Wochen
lediglich 18 das Ziel.
Einer der 18 war der junge
Italiener Antonio Pigafetta, der die Reise in einem Tagebuch dokumentierte. Bei
der Landung auf den Kap Verden zur Aufnahme von Lebensmitteln, einem Mittwoch
nach den Aufzeichnungen Pigafettas, erfuhren sie, dass es Donnerstag war.
Pigafetta durchforste seine Aufzeichnungen und verglich sie mit den Logbüchern,
der verlorene Tag war nicht zu finden.
Bei der Reise um die Welt immer nach
Westen, ging der eine Tag verloren. Die gebildete Welt der damaligen Zeit war
über das Phänomen erstaunt und kam zu Erkenntnis, dass in verschiedenen
Weltteilen unterschiedliche Zeiten herrschen müssen. Neben der Entdeckung der
Magellan-Strasse wohl die grösste Erkenntnis aus der Reise Magellans, dem Ur-Vater
der Weltumsegler.
Spannend geschrieben kann man in
Stefan Zweigs Buch „Magellan, Der Mann und seine Tat“ dies alles im Detail nachlesen.
Die heutigen Weltumsegler brauchen
anders als die Mannen Magellans nicht mehr zu darben. Zumindest bei seriöser
Planung. Und selbst auf heimische Genüsse muss man nicht verzichten.
Im tanzenden Hahn bei Gunther, dem
Schweizer Koch, er sich auf Tonga niedergelassen hat, gibt es neben vielen anderen
leckeren Sachen Bratwurst mit Rösti.
Und diejenigen, die wie die
Skipperin zeitweise unter Heimweh leiden, finden im Café Aquarium eine Heimat
fern der Heimat.


















































