Dienstag 29. September 2015: Wissenswertes zu Fiji

Zuerst etwas aus der Abteilung Vorher/Nachher. Wir haben den morbiden Charme der Waitui Marina gegen die Eleganz der benachbarten Copra Shed Marina getauscht. 



Damit haben wir von einer Bojen zu einem Fingerdock gewechselt und liegen nun strategisch günstig direkt vor der Marina-Bar. 

Fiji, mit seinen über 330 Inseln, weist eine doppelt so grosse Landfläche auf, als alle bisher von uns in Polynesien besuchten Inseln zusammen. Die Hauptinsel, Viti Levu, liegt im Westen, die zweitgrösste, Vanua Levu, im Norden.  Beide Inseln machen 87% der Landfläche aus, die von etwa einer Million Menschen bewohnt wird. Im Osten liegt die Lau-Gruppe mit ihren 80 Inseln, die sich über eine Länge von 120 Meilen erstreckt. Im Süden liegt die Insel Kadavu und ganz im Westen die Yasawa- und Mamanuca-Gruppe. Die grossen Inseln Fijis sind vulkanischen Ursprungs, mit Bergen über 1000 Meter Höhe. Ausgedehnte Riffe säumen die meisten Inseln. Neben Vulkaninseln gibt es gehobene Koralleninseln, vornehmlich in der Lau-Gruppe und eine Vielzahl flacher Inseln und Atolle.     
Der 180. Längengrad verläuft quer durch Fiji, weshalb die Datumsgrenze hier nach Osten verschoben ist, damit alle Bewohner Fijis das gleiche Datum haben. Unsere Positionsangaben haben nach einem Jahr bei den Längengraden wieder ein "O" anstatt ein "W", und die Zahlen werden von nun an kleiner.

Die Besiedlung Fijis begann mindestens 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung durch Melanesier und Polynesier. Fiji liegt daher sowohl im Polynesien Dreieck also auch im Siedlungsgebiet der dunkelhäutigen Melanesier. Der Holländer Abel Tasman war im Februar 1643 der erste Europäer, der auf Fiji landete.  1774 folgte James Cook; hundert Jahre später wurde Fiji britische Kolonie. 1789 durchsegelte William Bligh, nach dem ihn die Meuterer mit ein paar Getreuen ausgesetzt hatten, den Archipel und kartographierte dabei 39 Inseln. Bezeichnungen wie Bounty Boat Passage oder Bligh Waters erinnern daran. Seit dem 10. Oktober 1970 ist Fiji ein selbständiger Staat. Das Hellblau der Landesflagge symbolisiert das Meer und den Himmel, der Union Jack links oben die Zugehörigkeit zu den Commonwealth Staaten und das Wappenschild im rechten Teil der Flagge zeigt die wichtigsten Anbauprodukte, Banane, Kokosnuss und Zuckerrohr.

Zur Arbeit in den Zuckerrohrplantagen brachten die britischen Kolonialherren Inder ins Land, die Mitte des letzten Jahrhunderts die grösste Bevölkerungsgruppe stellten. Die daraus resultierenden Spannungen entluden sich in den Militärputschen von 1987, 2000 und 2006, bei denen die von einem indisch stämmigen Ministerpräsidenten geführten demokratisch gewählten Regierungen durch das von Fidschianern beherrschte Militär abgesetzt wurden. Schon nach dem ersten Putsch haben viele Inder, die es sich leisten konnten, das Land verlassen. Die Wirtschaft ist in Folge der politischen Unruhen der letzten Jahrzehnte stark eingebrochen. 

Da der indisch stämmigen Bevölkerung lange Zeit der Landbesitz verwehrt war, beziehungsweise kein Land an sie verkauft wurde, dominieren sie heute den Handel. Ob im Supermarkt, Schuh- oder Kleidergeschäfte, in Läden für Elektronikprodukte, Hardware-Stores und Kleingewerbe wie Nähereien, Frisöre oder Reparaturwerkstätten, fast alle Mitarbeiter sind indischer Abstammung und bieten ein umfassendes Sortiment an. In der kleinen Stadt Savusavu mit ihren 4000 Einwohnern bekamen wir zum Beispiel Leuchtdioden um die Beleuchtung unseres Backbord-Kompasses zu reparieren oder Kugelhähne, damit wir das bei Regen durch den Mast eingedrungene Wasser in einem schlecht zugänglichen Teil unserer Bilge mit einer separaten Leitung durch die Bilgenpumpe absaugen können.


Bei unserer Reise zu den Frisören der Welt darf Fiji nicht fehlen.  




Montag 28. September 2015: Wie geht es unseren Mäusen und Ratten?


Seit heute morgen liegen wir an einer Boje der Waitui Marina vor Savusavu (in einem Wort ist die richtige Schreibweise). Hier hat es wohl schon bessere Zeiten gegeben. Die Betreuung ist jedoch sehr gut und die Bojen werden als Hurrikan sicher angeboten. Das wollen wir aber nicht ausprobieren. 

Bevor wir an Land dürfen, kommen die Offiziellen an Bord. Zuerst der Beamte des Gesundheitsministerium. Auf dem auszufüllenden Fragebogen findet sich die Frage, ob wir bei den Mäusen und Ratten an Bord auf der Fahrt nach Fiji (ich benutze im weiteren die englische Schreibweise und nicht das eingedeutschte Fidschi) eine erhöhte Sterberate festgestellt hätten. Unsere Gegenfrage, ob jemals ein Segler diese Frage mit Ja beantwortet hat, wird verneint. Wir können in Ermangelung dieser Tiere an Bord die Frage nicht beantworten. 

Mit einem sündhaft teuren Spray, die ganze Prozedur kostet uns 100€, räuchert der Beamte das Boot ein und hofft so die Hühnerpest von Fiji fernzuhalten. Tonga zählt für Fiji zu den infizierten Ländern, ebenso wie alle anderen Länder aus denen Segler im südlichen Pazifik Fiji anlaufen. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Danach werden zwei Vertreter von Zoll und Immigration an Bord gebracht. Wiederum viele Formulare, Fragen und eine Kontrolle von Kühlschrank und ein paar Schränken. Alles sehr freundlich und nicht wirklich inquisitorisch. Beim Durchblättern unserer Pässe mit den mittlerweile vielen Seiten von Stempeln verschiedener Länder, fällt der jungen Beamtin mein Visum für Aserbaidschan auf und fragt, ob das Land in Afrika liege und Teil unserer Reiseroute war. Wir tragen ein wenig zu ihrer Allgemeinbildung bei und bekommen unsere Pässe gestempelt. 

Jetzt müssen wir unsere gelbe Quarantäne-Flagge, die unter der Flagge Fijis unter der Steuerbord-Saling (für Nichtsegler, das ist die Querstrebe zwischen Mast und Wanten auf der rechten Seite) gefahren wird, einziehen und dürfen an Land. Der erste Gang geht zu den Beamten von Revenue&Customs, wo unsere Pässe eingescannt werden. Der zweite Gang führt uns an einem Geldautomaten vorbei zur Außenstelle des Gesundheitsministeriums. In Tonga konnten wir nur 120 Fiji-Dollar eintauschen, grösser waren die Bargeldbestände der beiden Banken in Neiafu nicht. 

Nachdem wir unsere Schulden fürs Einsprühen von NOE beglichen haben, fehlt uns nur noch das Cruising Permit. Dieses Dokument brauchen wir, damit wir in Fiji segeln dürfen. Donna, die freundliche Dame im Büro der Waitui Marina, wird es für uns beantragen und wir sollten es in ein paar Tagen erhalten. 

Mit diesem Behörden-Marathon ist der Tag schon fast gelaufen. Ein paar Einkäufe auf Savusavus Hauptstrasse liegen noch drin. 


Sieht aus wie Klein-Bombay. Dazu mehr im Post von Morgen.  

Noch eine Anmerkung für die Fotoenthusiasten unter den Bloglesern, denen das möglicherweise schon längst aufgefallen ist. Das Bild oben sieht unscharf aus. Klickt man es an, wird es scharf. Besonders gut zu sehen an den Ladenbeschriftungen. Warum das so ist, weiss ich nicht. Wohl eine Besonderheit von Blogspot. 

Sonntag 27. September 2015: Fiji begrüsst uns mit Regen und Wind


Eine Walmutter mit ihrem Kalb verabschieden uns aus Tonga und hebt zum Gruss ihre Schwanzflosse. 

Drei Tage waren wir unterwegs, die ersten zwei mit leichten Wind. Der dritte Tag beginnt mit einem Winddrehung von 90 Grad und einer Halse, die uns aus dem Schlaf schrecken lässt. Unser Wachsystem funktioniert so. Die Skipperin schläft die gesamte Nacht, während ich jede Stunde aufstehe und Umgebung und Segel kontrolliere. Dann schlafe ich wieder für eine Stunde. 


Die restlichen 100 Seemeilen nach Savu Savu legen wir bei einem Gemisch aus wenig Sonne und viel Regen zurück. Bei frischen Wind geht es gut vorwärts und wir sind um 22 Uhr an unserem Ankerplatz, den wir wegen der perfekten Karten auch in der Dunkelheit problemlos finden. 




Donnerstag 24. September 2015: Wir sind wieder unterwegs

Nofo a Tonga und malo aupito. Auf Deutsch: Auf Wiedersehen Tonga und vielen Dank. Nach vier Wochen in der Vava’u-Gruppe verabschieden wir uns von Tonga und schicken diesen Post  von unterwegs via Satelliten-Telefon (daher ohne Bilder).

Am Zoll konnten wir vor dem Auslaufen nach Fidschi unser Paket in Empfang nehmen. Die Verzollung findet vor Ort statt und ist wegen unseres Transitstatus kostenfrei, aber die Erlaubnis, ob unser Paket ein- gleichzeitig wieder ausgeführt werden darf, kann nur der Zoll-Chef in der tongaische Hauptstadt Nuku‘alofa treffen. Vielleicht hat er die ganze Nacht an dieser Frage herumgegrübelt. Daher mussten wir das Paket gestern beim Zoll abgeben und konnten es heute wieder abholen.

Mit Ausnahme der tongaischen Zollbürokratie und eines wenig speditiven Mitarbeiters  bei TNT Tonga nehmen wir viele schöne Eindrücke mit. Landschaftlich ist diese Inselgruppe Tongas anders als alle anderen Inseln, die wir auf unserer Reise bisher gesehen haben. Das Segeln im ruhigen Wasser zwischen den Inseln,  die geschützten Ankerbuchten und als Highlight das Schwimmen mit den Buckelwalen sind bleibende Erinnerungen.

Beim Verlassen des Archipels kreuzen zwei Wale unseren Kurs und als ob sie uns verabschieden wollten, zeigt uns einer von ihnen die weisse Unterseite seiner Schwanzflosse.
 
430 Seemeilen beträgt die Distanz nach Savu Savu, dem Einklarierungshafen auf der Insel Vanua Levu, im Norden Fidschis. Wir haben diesen aus vier möglichen Häfen ausgewählt, da er am weitesten im Osten liegt und wir so nicht gegen den vorherrschenden Wind zu anderen Zielen kreuzen müssen. Auf dem Weg nach Savu Savu passieren wir 100 Seemeilen vor unserem Ziel im Osten Fidschis die Lau-Gruppe. Leider gibt es dort keinen Einklarierungshafen, weshalb wir diese Inseln nur vom Boot aus sehen werden.

Spätestens 48 Stunden vor Einreise mit einer Yacht müssen die Behörden in Fidschi ein 6 seitiges Formular erhalten haben, mit Foto des Bootes und des Skippers. Man muss den Ankunftstag und die Uhrzeit angeben. Wir haben uns für den 28. September 12 Uhr mittags angekündigt.

Dienstag 22. Septermber 2015: Das Warten ist des Seglers Frust


Das ist nicht der Mekong sondern unser Bojenplatz vor Neiafu nach dem schweren Regen mit Blitz und Donner in der letzten Nacht. Laut Wetterbericht regnete es in 12 Stunden über 90mm. Das Wasser ist grünlich trüb und nicht mehr klar wie in den Tagen zuvor.  

Wir warten auf besseres Wetter und zwei Pakete. Eines aus Italien, was nach nur einer Woche heute schon hier sein sollte, aber leider des Wetters und des ausgefallenen Flugs wegen einen Tag später kommt und eines aus Neuseeland, das nach drei Wochen noch nicht da ist. Das ist der Unterschied zwischen FedEx und TNT, zumindest was Tonga angeht.  

Wenn die Pakete angekommen sind und das Wetter aufklart, was alles auf morgen versprochen ist, werden wir uns nach Fiji aufmachen. Den geplanten Abstecher nach Süden zur Ha'apai-Gruppe lassen wir aus Zeitgründen ausfallen, damit wir ein paar Tage mehr Zeit für Fiji haben. 



Samstag 19. September 2015: Tongas Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft



Bei Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft assoziieren wir meist eine Veranstaltung dieser Organisation, die derzeit wieder für Schlagzeilen sorgt, da sie wohl immer noch nicht fähig ist, ihre dunklen Seiten abzustreifen und aufzuarbeiten.

Derzeit erleben wir jeden Tag einen Fan-Umzug, der für eine halbe Stunde den Verkehr  in Neiafu zusammenbrechen lässt. Dies sind die Fans der Rugby Nationalmannschaft Tongas, die derzeit beim in England stattfindenden Rugby World Cup spielt. Auf  Platz 11 der Weltrangliste klassiert, sicher kein erster Anwärter auf den Weltmeistertitel, jedoch sollte der eine oder andere Sieg in der Vorrunde möglich sein.


Der Begeisterung der Fans zu Hause tut das keinen Abbruch und so fahren sie singen und johlend, Jung und Alt, durch die Strassen Neiafus. Besonders die weiblichen Fans lassen ihren Emotionen freien Lauf und geniessen den Augenblick. 




Donnerstag 17. September 2015: Tsunami-Warnung im Pazifik

Nach dem verheerenden Erdbeben in Chile wurde für den gesamten Pazifik-Raum eine Tsunami-Warnung herausgegeben. So auch in Tonga, wo wir derzeit an einer Boje vor Neiafu liegen und auf ein Ersatzteil warten. 

Das Epizentrum des Bebens lag 55 Kilometer vor der Küste Chile und die Wellenhöhe betrug dort bis zu 4 Meter.

Für Tonga wurde die Welle für Freitag Morgen um 1 Uhr erwartet, bei einer Höhe von bis zu einem Meter in der ersten Warnung.  

Da auf Tahiti keine Schäden verzeichnet wurden, waren wir doch wieder beruhigt. 

Trotzdem bin ich kurz vor 1 Uhr aufgestanden. An unserem Ankerplatz war nichts zu spüren, da die Welle, bis sie Tonga erreichte zum Glück auf wenige Zentimeter Höhe abgeklungen war und damit nur für Messgeräte wahrnehmbar war. 





Dienstag 15. September 2015: Eine Walbegegnung der besonderen Art


Schwimmen mit Walen? In Niue und Tonga wird dies angeboten, wobei per Gesetzt das Schwimmen mit Walen ohne zertifizierte Organisation verboten ist. Auf Merkblätter wird man auf die Gesetze hingewiesen, es wird erläutert, welchen Abstand man bei einer zufälligen Begegnung mit Walen einzuhalten hat (300 Meter bei einer Walmutter mit Kalb) und wie man sich zu verhalten hat.

Das kommerziell angebotene Schwimmen mit Walen wird kontrovers behandelt. Die Wissenschaft kann heute nur spekulieren, ob der verstärkte Bootsverkehr in den Gebieten, wo Wale ausruhen und ihre Kälber gebären, einen negativen Einfluss auf sie hat. Die Regeln beim Schwimmen mit Walen sind recht einfach. Maximal 4 Personen und ein Guide sind im Wasser, keine aktive Berührung der Wale und andere Boote haben sich fern zu halten, wenn eine Gruppe bei einem Wal im Wasser ist.

Bevor man einen Wal im Wasser beobachten möchte, muss man ihn finden. Etwa 3000 Buckelwale leben in die Gewässer des Südwestlichen Pazifiks und pendeln jedes Jahr 3000 Seemeilen zwischen der Antarktis und der Südsee. Warum sich der Bestand seit dem Walfangmoratorium von 1986 nur so langsam erholt ist nicht bekannt. Als das Moratorium beschlossen wurde, betrug der geschätzte Bestand an Buckelwalen in diesem Gebiet nur noch einige hundert Exemplare.

Da die Skipperin das lange Schwimmen im recht frischen Wasser im offenen Meer trotz Taucheranzug nicht schätzt und auch die Wale nicht stören möchte, bin ich alleine mit 5 weiteren Gästen und unserem Guide Caspar auf einem Boot von Beluga Diving morgens um halb acht zur Westseite der Insel gefahren. Zwei Stunden Suche waren vergebens bevor wir durch das Archipel auf die Ostseite fuhren.


Dort sahen wir nach einigem Suchen den Blas einer Mutter mit ihrem Kalb. 




Zuerst ging Caspar ins Wasser um die Stelle ausfindig zu machen, wo die Mutter auf etwa 20 Meter Tiefe ausruht. Das Kalb muss alle 5 Minuten zum Luftholen auftauchen, während die Mutter bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben kann. Wale tauschen bei einem Atemzug 90% des Luftvolumens der Lunge aus; wir schaffen nur 25%. 

Dann konnten wir ins Wasser und es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Zuerst sehen wir schemenhaft beiden Wale unter uns, bis das Kalb nach einer paar Minuten alleine zum Atmen an die Oberfläche schwimmt. Das ein paar Wochen alte Kalb war sehr verspielt, suchte unsere Nähe und versuchte fortlaufend uns mit seinen Brustflossen zu berühren.

Kälber haben bei Geburt eine durchschnittliche Länge von 4 Metern und wiegen bis zu 2 Tonnen. Sie sind bei Geburt eine perfekte Miniatur eines ausgewachsenen Wales und nehmen pro Tag bis zu 45 Kilogramm an Gewicht zu, wobei sie 500 Liter der zu 50% aus Fett bestehenden Muttermilch trinken. Innerhalb eines Jahres verdoppeln sie ihre Länge und erreichen ein Gewicht von 15 Tonnen. Ausgewachsene Buckelwale wiegen bis zu 40 Tonnen bei einer Länge von 15 bis 20 Meter. 

Der heutige Post hat ein paar Bilder mehr als normal, aber ich konnte mich nicht entscheiden, welches der Bilder ich weglassen sollten.

Etwas mulmig ist es mir schon zu mute, wenn der junge Wal direkt auf mich zu schwimmt und den Körperkontakt sucht. Caspar warnt uns, in der Nähe der Finne zu schwimmen. Dort kann es gefährlich werden. Einmal erleben wir es, wie die Mutter auftaucht. Ohne sichtbare Bewegung kommt sie nach oben, liegt einen Moment an der Oberfläche und betrachtet zum Glück wohlwollend das Spiel ihres Kalbes mit uns. 



















Und zum Schluss mein Lieblingsbild des Tages.


50 Buckelwale werden von der Japanischen Walfangindustrie jedes Jahr für „wissenschaftliche“ Zwecke erlegt. Dies war der Kompromiss, dass sich Japan dem Walfang-Moratorium anschliesst. Nachweislich landet das Fleisch dieser Wale in Kochtöpfen.


Sonntag 13. September 2015: Ankerplatz Nr. 8

Für diese Bilder braucht es keinen grossen Kommentar. Ausser, dass sie am Ankerplatz Nr. 8 von der Mastspitze aus gemacht wurden. Zur rechten Seite die kleine, unbewohnte Insel Nuku, der Blick nach links auf die Insel Kapa und geradeaus die Insel Eukafa, auf der versteckt hinter Palmen ein paar Bungalows für Touristen stehen.  





Und weil es so schön ist, der Ankerplatz vor der Insel Nuku herangezoomt. 



Samstag 12. September 2015: Die Fische in der Schwalbenhöhle

An der Nordspitze der Insel Kapa liegt die mit kleinen Booten befahrbare Schwalbenhöhle.


 Der etwa 5 Meter breite Eingang ist noch wenig spektakulär.


 Im Inneren öffnet sich die Höhle zu einem Rund von 15 Meter im Durchmessern und 10  in der Höhe. Auch das lohnt eine Dinghi-Fahrt von zwei Seemeilen von Ankerplatz Nr. 8 nicht unbedingt.

Mit Taucherbrille und Schnorchel erlebt man die Faszination. Tausende von kleinen, sardinenartigen Fischen schwimmen in Gruppen auf unterschiedlichen Tiefen in der etwa 10 Meter tiefen Höhle, wobei sie zum Schutz dicht gedrängt bei einander bleiben und so dreidimensionale Gebilde formen, die sich permanent verändern. Der Lichteinfall in die nach Westen offene Höhle ist am späten Nachmittag besonders zum Fotografieren geeignet. 










Neben Fischen trifft man auf andere Schnorchler. Auch recht fotogen.



Einzig warum die Höhle auf der Karte Schwalbenhöhle genannt wird, erschloss sich mir an diesen Nachmittag nicht. Keine einzige Schwalbe war zu sehen.