Es gibt Segler
oder besser Bootsbesitzer, die einen Segeltag als verlorenen Hafentag
bezeichnen. Wir gehören nicht dazu. Wobei sich von Zeit zu Zeit die Hafentage
nicht vermeiden lassen. Waschen, putzen, einkaufen, ausruhen, kleinere Dinge am
Boot erledigen und alles andere was man im „normalen“ Leben an administrativen
Dingen erledigen muss. Ausserdem erwarten wir meinen Bruder Uwe, der uns die
nächsten 3 Monate bis in die Karibik begleiten wird.
Wenn Benalmadena
keinen Hafen in der Nähe des Flughafens Malaga hätte und Malaga von uns hätte
angelaufen werden können, wären wir nicht hier. Die Stadt ist wirklich so
seelenlos, wie der Segelführer sie beschreibt. Aber bei Touristen von einer
Insel in der Nordsee äusserst beliebt. Ich meine nicht Helgoland. Entsprechend
werden marktschreierisch Bootsfahrten für Touristen mit „english crew and free
drinks on board“ angepriesen. Alle
unsere Klischees über Menschen von dieser Insel werden hier aufs Beste bedient.
Am Morgen lässt
die Guardia Civil die Motoren ihrer Powerboote zur Probe laufen, qualmt den Hafen zu und
sorgt für eine Geräuschkulisse fürs Frühstück. Man ist geneigt bei ihren
Motoren von Feuerkraft zu sprechen, hat doch jeder dieser 2-3 Aussenbordmotoren 250PS. Im Vergleich zu unserem 2.5PS Motor (einmal) für unser Dinghi eine andere Dimension.
Gut, unser Auftrag ist eben nicht die Bewachung einer EU-Aussengrenze. Afrika
ist nur 65sm entfernt.
Bei unserem Stegnachbarn auf seinem 34ft Rennboot war Waschtag. Bei uns sieht es aber nicht besser aus. Der Trockner im Waschsalon im Hafen war eher ein Entfeuchter als ein Trockner. Luftgetrocknet ist sowieso besser.


















































