Obwohl an der schmalsten nur 22 Kilometer breit, beträgt die Reise über die Cook-Strasse von Wellington nach Picton auf der Südinseln Neuseelands 90 Kilometer. Die Meerenge liegt auf dem südlichen 41. Breitengrad und somit in den Roaring Fourties. Sie gilt als eine der stürmischsten Seestrassen der Welt. Wir erlebten sie bei der dreistündigen Fahrt mit der Fähre bei nahezu Windstille und glattem Wasser.
James Cook war der erste Europäer, der sie durchfuhr. Vor ihm überquerten die Maori die Strasse mit ihren weniger seetauglichen Kanus. Sie schauten dabei nur nach vorne und niemals nach links, rechts oder nach hinten. Das, so ihr Glaube, hätte zu einem Stillstand des Kanus geführt. Zum Glück dürfen wir in alle Richtung schauen, ohne dass dies Fahrt unserer Fähre beeinträchtigt hätte.
Wir verlassen die Bucht von Wellington, deren Einfahrt von Felsen gespickt manchem Schiff zum Verhängnis wurde.
Bei schönstem Wetter fahren wir in den Queen Charlotte Sound ein, der, gesäumt von vielen Buchten und Seitenarmen, schon James Cook begeisterte. Insgesamt verbrachte Cook auf seinen drei Reisen in die Südsee 6 Monaten in diesen Gewässern. 1770 vermerkte er in seinem Logbuch, dass das Land aus höhen Hügeln und tiefen Tälern besteht, gut bestanden mit einer Vielzahl an ausgezeichneten Bäumen. Die See ist voll von verschiedenartigen Fischen, die in so grosser Zahl vorhanden sind, dass sie jeden Tag für alle an Bord genügend fingen, ohne die Bucht, in der sie lagen, verlassen zu müssen.
Wir schliessen uns der Begeisterung James Cooks an und geniessen die Szenerie nach dem Anlegen in Picton auf einer Velotour entlang des Queen Charlotte Drives.














































