Sonntag 26. Februar 2017: Strassen-Karneval in Rio

Eines ist eindeutig. Die südliche Halbkugel ist gegenüber der Nördlichen beim Karneval klar im Vorteil. Anstatt heimischem Schneetreiben, die warme Luft der Tropen. Kleidung ist minimal, Rhythmus maximal.

In Sicht- und Hörweite des Hafens ist eines der Zentren des Strassen-Karnevals von Rio. Selbst wenn man, wie ich, nichts mit Fastnacht anfängt, kann man sich das hier nicht entgehen lassen. 



   


Und noch ein Video-Schnipsel zum Schluss.


Heute Abend geht es ins Sambadrom, wo 6 der grössten Samba-Schulen ihre Show abziehen. Der Auftritt jeder Schule dauert eine Stunde. Sozusagen Samba und Karneval statt. Start ist um 22 Uhr. Ob wir bis zum Ende durchhalten? Mehr dazu morgen oder übermorgen. Morgen früh verlassen wir Rio mit Ziel Salvador de Bahia. Mein Bruder und der Neffe seiner Frau begleiten mich zwei Wochen für die nächsten 800 Seemeilen entlang der brasilianischen Küste. 

Donnerstag 23. Februar 2017: Rio auf zwei Rädern

Rio bezeichnet sich selbst als weltweit eine der Fahrrad-freundlichsten Grossstädte. Eine Wegenetz von 450 Kilometer soll zur Verfügung stehen, wobei manche Stadtviertel, wie Copacabana, auf mehrspurigen Strassen eigene Spuren für Velofahrer einrichteten.  

Meine Tour führte mich zuerst flache 20 Kilometer auf gut ausgebauten Wegen entlang der drei grossen Strände der Stadt, Flamengo, Capocabana und Ipanema vorbei. 


   
Ist Rio eine gefährliche Stadt? Zumindest in der Wahrnehmung der europäischen Journalisten, die vor allem zur Zeit des Karnevals sich zu diesem Thema fachmännisch äussern, soll es so sein. Ich hatte das Gefühl, das Gefährlichste waren die Mitbenutzter der Fahrradwege, die zum Teil wenig sicher auf ihren Drahteseln unterwegs waren und zusätzlich ihre Augen je nach Fahrtrichtung nach links oder rechts richteten. Brasilianische Bikinis bedecken selbst bei vollständig aus der Form geraten Frauen nur das absolut notwendigste. Im Volksmund daher Filo Dente genannt. 

Nach dem "Sightseeing" der besonderen Art beginnt der nahrhafte Teil der Velotour. 


Der Tarif wird auf dem Schild durchgeben. Auf 4500 Meter Länge steigt die Strasse auf 500 Meter über dem Meer an und überwindet über 400 Meter Höhendifferenz oftmals mit zweistelligen Prozenten. 


Die Strecke verläuft durch den 40 Quadratkilometer grossen Wald des Nationalparks Tijuca, der auf dem Stadtgebiet Rios liegt. Neben dem Wald sind auch Fussgänger und Velofahrer eine, vor den Autofahrern, geschützte Rasse. Zumindest nach dem Willen der Behörden.


Bei sommerlichen 34° ist der Aussichtspunkt Vista Chinesa erreicht. Schöner Blick auf Ipanema und Leblon, den mondänsten Stadtteilen Rios.  


Richtet man den Blick etwas weiter nach rechts, sieht man unter der Steilwand eine sich den Hang hinauffressende Favela. Arm und Reich leben in Brasilien in direkter Nachbarschaft.  



Nach kurzer Abfahrt geht es schon wieder bergan, dem zweiten Höhepunkt des Tages entgegen; dem Corcovado auf 711 Meter über dem Meer. 20 Kilometer liegen zwischen den beiden Wegpunkten, wobei die Strasse immer durch den schattigen Urwald des Nationalparks führt.



Auf der Abfahrt vom Corcovado erreicht man ein kleine Stichstrasse, an deren Ende ein Aussichtspunkt mit besten Blick auf den Zuckerhut und die Bucht von Botafogo liegt. Ich verspreche, dass dieses Bild das Letzte vom Zuckerhut sein wird. Aber Zuckerhut und Christus Statue sind in Rio so omnipräsent, dass man, fast egal wo man hinschaut, nicht an ihnen vorbeikommt. 

Die Abfahrt zum Hafen führt zum Teil steil auf Kopfsteinpflaster durch den bei Künstlern und Touristen beliebten Stadtteil Santa Teresa, mit seiner besonderen Bausubstanz. Leider sind nicht alle Häuser in so gutem äusserlichem Zustand wie diese Beiden. 





Die Letzen, der insgesamt 60 Kilometer dieser Tour führen, nach 930 Höhenmeter Aufstieg, flach durch das Verkehrsgewühl des  Zentrums zurück zum Hafen. Mein Fazit, Rio bietet auch Velofahrern ein paar Leckerbissen. 

Mittwoch 22. Februar 2017: 9 Stunden Rio de Janeiro

Von den vielen Sehenswürdigkeiten Rio de Janeiros gibt es an einem, wenn auch langen Tag, nur einen kurzen Eindruck. Christus Statue, Zuckerhut, Escadeaia Selerón, Catedral Metropolitana, Urca, Copacobana und das Museum of Tomorrow waren die Stationen, die unser Führer Italo (nomen est omen, er kommt tatsächlich aus Italien, lebt jedoch schon seit 20 Jahren in Rio) uns zeigte. 

Als die Portugiesen im Januar 1502 die Küste Brasiliens erkundeten, stiessen sie auf eine Einfahrt, die sie für die Mündung eines Flusses hielten und benannten sie deshalb Rio de Janeiro, Fluss des Januars. Erst später realisierten sie, dass es eine grosse Bucht war. 

Sie hatten anders als wir und vielen anderen Besucher nicht die Möglichkeit einen Blick vom 710 Meter hohen Corcovado auf das Meer zu werfen. Die mit Sockel 38 Meter hohe Statue im Art Deco Stil auf dem Berg wurde 1931 eingeweiht. 



  


Der chilenische Künstler Selaron realisierte die verrückte Idee eine Treppe mit Kacheln zu belegen. Im Januar 2013 kam er auf ungeklärte, sehr wahrscheinlich jedoch gewaltsame Weise ums Leben, womit die Arbeit an diesem lebenden Kunstwerk ein jähes Ende fand. 


Unter den mehreren tausend Kachel finden sich viele aus allen Herrn Ländern. 



Nicht nur die Treppe, sondern auch ihre Besucher erwecken Aufmerksamkeit. 


Nächster Stopp, die Catedral Metropolitana. Gespiegelt oder frontal.



Eine der vielen Ansichten in der Kirche. Von dieser Kathedrale ging es zu einer Kathedrale des Sports, dem Maracanã-Stadion. Derzeit nicht zu besichtigen, da die Organisatoren von Olympia und die Besitzer sich über vertragsgerechte Rückgabe streiten. 


Bei der Fahrt von einer Kathedrale zur Nächsten warfen wir noch einen Blick in die Kirche Soa Francisco de Paula, die mit 400 Kilogramm Blattgold ausgelegt ist und auf das Museum of Tomorrow, entworfen vom bekannten spanische Architekten Santiago Calatrava. 


Copacabana, einer der bekanntesten Stadtteile der Stadt, ist nicht nur ein Strand, sondern Wohnort für 150'000 Menschen aus Rios Mittelschicht. Die Bevölkerungsdichte beträgt über 30'000 Menschen pro Quadratkilometer.  


Von Copacabana ging es nach Urca, dem Stadtteil am Zuckerhut. 


Über zwei Stationen gelangt man zum weltbekannten Felsen an der linken Seite zum Eingang in die Bucht von Rio. Damit schliesst sich unser Reigen der Besichtigungen für heute. 


Nach dem morgendlichen Ausblick von der Christus Statue auf den Zuckerhut, am späten Nachmittag der Blick in die entgegengesetzte Richtung. 


Und eine Aussicht auf den Stadtteil Gloria, den Strand Flamengo, den Inlandsflughafen und den Business District von Rio. Wenn man genau hinschaut, lässt sich im Doppelhochhaus hinter der Catedral Metropolitana die Silhouette eines Kreuzes erkennen. Zwischen Flamengo Beach und dem Flughafen die Marina da Gloria, wo NOE liegt. Morgens um 6 Uhr starten die ersten Flugzeuge. Ein Wecker erübrigt sich. 



Diesen reichlich geschmückten Damen, die sich mit Touristen fotografieren lassen, begegneten wir bei der Talstation zum Zuckerhut. Sie machen Werbung für den Karneval in Rio. Selbst dieses Produkt verkauft sich nicht von alleine und braucht charmantes Marketing.

Montag 20. Februar 2017: Rauschend nach Rio


Ab heute geht es, Schritt für Schritt, Richtung Nordosten zurück ins Mittelmeer. Angra dos Reis war der südwestlichste Punkte der Reise für dieses Jahr. Um die Strecke nach Rio de Janeiro um 12 Seemeilen zu verkürzen, fuhren wir gestern unter Motor mangels Wind nach Abraão im Osten der Ilha Grande. Meine Crew ging schnorcheln und ich auf den Pico do Papagaio. Auf dem Weg sah ich eine Gruppe von Menschen auf dem Boden sitzen, die Teleobjektive in die Baumkronen gerichtet. Ein untrügliches Zeichen für Affen (auf den Bäumen, nicht auf dem Boden). Mir gelang dabei ein Photos dieses Seidenäffchens. 

Heute Morgen Viertel nach sieben Uhr lichteten wir unseren Anker und starten unter Motor in die morgendliche Flaute. Nach knapp 2 Stunden erlöste uns der Wind vom eintönigen Fahren unter Maschine und schenkte uns einen herrlichen Segeltag. Hoch am Wind bei 3-4 Beaufort aus Südost rauschten wir mit ein paar Wenden Richtung Osten Rio de Janeiro entgegen. 





Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir die Copacabana und den Zuckerhut am Eingang zur Guanabara-Bucht. In der Bucht bot sich uns dieses unvergessliche Bild. 


Festgemacht haben wir in der Marina da Gloria, dem Hafen der olympischen Segelwettbewerbe von Rio 2016. Die nächsten Tage bis zum Crew-Wechsel für die Etappe nach Salvador de Bahia bleiben für das touristische Rio-Programm. 

Samstag 18. Februar 2017: Wochenende auf Brasilianisch


Gestern fuhr ich mit dem Velo nach Angra dos Reis zum Fahrradhändler Bike Maniac. Auf St. Helena hatte ich mir, äussert ungeschickt, die Leitung der hydraulische Hinterradbremse angeknickt, worauf das System Öl verlor und keine Bremswirkung mehr hatte. Im Fahrradgeschäft konnte niemand Englisch, aber mit Google Translator ist das heutzutage keine Ursache mehr. Mein Problem war sofort verstanden und meinen Wunsch, die Reparatur sofort auszuführen, wurde trotz grossem Backlog auch entsprochen, da ich mit dem Velo wieder zurück in die Marina radeln wollte.  

Nach einer Stunde war alles wieder in Ordnung und ich konnte meinen Rückweg antreten. Kurz vor dem Hafen fand ich nach kurzem Suchen diesen Blick auf den Hafen. NOE liegt am linken Steg am Kopf. Die Rasenfläche im Hintergrund ist der, im Augenblick verwaiste, Helikopter-Landeplatz. 


Für Samstag hatten wir mit Walter und seiner Familie abgemacht. Hagen und ich kennen ihn aus unserer Zeit bei einer bekannten Firma für Dünnschicht-Produkte in Liechtenstein. Sie nahmen extra den Weg von Sao Paulo auf sich, um uns zu treffen. Vor 10 Jahren hatten wir uns das letzte Mal gesehen. Wir fuhren mit ihnen in die Lagoa Azul zum Baden, Schnorcheln und Faulenzen. 


Anders als Donnerstag waren wir nicht mehr so alleine. Eine grosse Zahl brasilianischer Freizeitkapitäne genossen die relaxte Atmosphäre ebenfalls. Segelboote waren klar in der Minderheit. Wäre nicht ein zweiter Segler in der Bucht gewesen, hätte ich am Anfang des vorherigen Satzes den Plural nicht bemühen müssen. 

Donnerstag 16. Februar 2017: Ein Ort zum Chillen



Die Lagao Azul ist zwar nicht so blau, wie der Name vermuten lässt, aber ein netter Ort zum Verweilen. Schöne Stände mit tropischem Regenwald im Rücken, die jedoch nicht immer so leer sind, wie dieses Bild suggeriert. Nur 5 Seemeilen von Angra dos Reis entfernt, gibt es ein beständiges Kommen und Gehen von Ausflugsbooten, die ihre Fracht für knappe Zeit an Land werfen. 


Schnorcheln ist gut, wobei es Orte mit deutlich klarerem Wasser gibt. Unterwasser stösst man auf diese gut getarnten Gesellen, die, wenn man ihnen zu nahe kommt, Schirmförmig ihre Flossen ausfahren, wobei blaue Streifen sichtbar werden.



Wer nicht als Tagestouristen, sondern für ein paar Tage weit ab von Autoverkehr und Strassen sein möchte, kann sich mit dem Schiff zur Pousada Paraiso Azul Retiro bringen lassen. 



Bei Wanderungen auf den Dschungelwegen darf man keine Angst vor Spinnen haben. Die hat es dort reichlich. 



Und am Morgen hört es sich so an. Das Video bitte nur als Audio- Dokument verstehen. Die Handlung ist äussert eintönig. 



Die scheuen Brüllaffen bekommt man hin und wieder für kurze Zeit zu Gesicht. Für ein Foto hat es mir bisher noch nicht gereicht.   

Mittwoch 15. Februar 2017: Ankerwache und Tiefblick


NOEs Spuren in der Bucht von Abraão. Der von oben kommende Track zeigt die morgendliche Anfahrt zum Ankerplatz. Die untere Linie auf die Isola do Macedo zu bis zur Tiefen-Angabe von 8.2 Meter stellt die nachmittägliche Drift durch die Bucht dar. Der weitere Verlauf des Tracks mit den vielen Zacken bildet unser Manöver zum Ankerlichten und den Weg zurück zum Ankerplatz ab. 

Wegen dieser Erfahrung mit den Ankerplatz hatten wir heute Arbeitsteilung. Skipper blieb an Bord und hatte Anker-Wache. Die Crew durfte an Land, bestieg den 982 Meter hohen Pico do Papagaio und brachte diese Photos mit. Trotz wiederum heftiger Böen hielt der Anker heute einwandfrei und hatte sich schön tief in den Schlick eingegraben, wie wir beim Ankerlichten heute Nachmittag feststellen konnten. 



Der markante Gipfelkopf des Pico do Papagaio mit dem ausgeprägten Dach. 


Blick vom Gipfel nach Nordosten Richtung Rio de Janeiro. 


90 Grad nach Westen gedreht sieht man die Meerenge zwischen dem Festland bei Angra dos Reis und der Ilha Grande im Vordergrund.  


Herangezoomt unsere Ankerbucht mit der Ortschaft Vila do Abraão.

An Nachmittag haben wir uns in die 5 Seemeilen entfernte Bucht Lagao du Azul (die blaue Lagune) verlegt. Nomen est Omen, hoffen wir, und werden morgen darüber berichten. 





Dienstag 14. Februar 2017: Schock am Nachmittag

Am Morgen verliessen wir die Marina Verolme Richtung Ilha Grande. Ein grosser Teil der autofreien Insel mit einem Umfang von 155 Kilometern ist Naturschutzgebiet. Mit etwas Glück kann man in den Bäumen Brüllaffen entdecken. Die Insel lockt mit eine Menge Ankerplätzen, einem üppig wuchernden Urwald sowie vielen Stränden und Wanderwegen. Der höchste Berg misst 1031 Meter. Auf dem Weg zur grossen Inseln passieren wir viele kleine. Manche nur eine Untiefe mit einem Seezeichen, andere, wie diese, ein Steinhaufen mit einem Mini-Dschungel.  


Von 1886 bis 1913 war die Insel eine Quarantänestation beziehungsweise ein Lazarett für Einwanderer aus Europa, die an Cholera erkrankt, vom brasilianischen Festland ferngehalten wurden. In den Jahren 1932 bis 1954 diente die Insel als Gefängnis für politische Gefangene und Schwerverbrecher. So zumindest die Angaben auf Informationstafeln auf der Insel. Der Reiseführer Brasilien nennt andere Jahreszahlen und zum Teil andere Fakten. Sicher ist, dass die Insel heute ein Magnet für Touristen und Wassersportler ist.


Der Hauptort der Insel, Vila do Abraão, in der gleichnamigen Bucht ist das Touristenzentrum. Viele Motorboote und ein paar Segler liegen hier. Dieser Teil Brasiliens liegt nicht auf der typischen Route der Weltumsegler. Ausser den Wenigen, die via Feuerland in die Südsee segeln. In der Marina Verolme waren wir die einzige ausländische Yacht, hier vor Vila liegt neben uns noch ein spanischer Segler. 


Dieses Aquädukt versorgte einst des Lazarett mit Frischwasser. Es ist auch heute noch in Betrieb und Teil der Wasserversorgung von Vila. 

 
Ein hausgrosser gespaltener Stein am Strand erregt auch unsere Aufmerksamkeit. 


Ein üppiger Regenwald überzieht die gesamte Insel. Den Affen sind wir noch nicht begegnet. Als scheue Tiere, die in Baumkronen leben, bekommt man sie selten zu Gesicht. 

 
Am Ende unserer Wanderung zu den Ruinen des Lazaretts und zum Aquädukt kommen wir an der Schule vorbei. Fahrräder und Lastkarren sind die einzigen Fahrzeuge auf den staubigen, nicht geteerten Strassen. Nur die Ortsverwaltung betreibt für die Müllabfuhr einen Lastwagen.


Wenige Sekunden, nachdem ich dieses Bild schoss, stockt mir der Atem. NOE treibt, den Anker hinter sich herziehend, durch die Bucht. Ich springe zu Hagen, der in einem Geschäft stöbert, rufe eines der Wassertaxis herbei und wir werden mit Vollgas zu unserem treibenden Zuhause gefahren. Ich springe aufs Boot und werfe den Motor an und fahre gehen den Wind. Hagen folgt und zieht den Anker ein. Zum Glück ist die Bucht sehr gleichmässig um die 10 Meter tief. Das Wassertaxi wartet solange wir den Anker gehoben haben und uns der Gefahrenzone in Richtung unseres ehemaligen Ankerplatz bewegt hatten.  

Warum der Anker nicht hielt, können wir nur vermuten. Nachdem wir am Morgen ankerten, waren wir etwa eine Stunde auf dem Schiff. In dieser Zeit ist manche Bö durch die Bucht gezogen und NOE hat an der Kette gezerrt ohne das der Anker sich auch nur um einen Meter bewegte. Bei unserer Wanderung warfen wir wenn immer möglich einen Blick auf NOE ohne eine Bewegung zu sehen. Vielleicht war es der kurzfristig etwas stärke Wind der den Anker im Schlick löste oder eine Winddrehung, wobei NOE über den Anker trieb und ihn dabei ausriss. Bei Sandgrund kein Problem, da der Anker sich wieder eingräbt. Bei Schlick und unserem Delta-Anker kann es kritisch werden. 

Wir sind froh, dass wir mit dem Schrecken davon kamen und das grosse Glück hatten, zur richtigen Zeit an der Uferpromenade zu stehen.