Von den vielen Sehenswürdigkeiten Rio de Janeiros gibt es an einem, wenn auch langen Tag, nur einen kurzen Eindruck. Christus Statue, Zuckerhut, Escadeaia Selerón, Catedral Metropolitana, Urca, Copacobana und das Museum of Tomorrow waren die Stationen, die unser Führer Italo (nomen est omen, er kommt tatsächlich aus Italien, lebt jedoch schon seit 20 Jahren in Rio) uns zeigte.
Als die Portugiesen im Januar 1502 die Küste Brasiliens erkundeten, stiessen sie auf eine Einfahrt, die sie für die Mündung eines Flusses hielten und benannten sie deshalb Rio de Janeiro, Fluss des Januars. Erst später realisierten sie, dass es eine grosse Bucht war.
Sie hatten anders als wir und vielen anderen Besucher nicht die Möglichkeit einen Blick vom 710 Meter hohen Corcovado auf das Meer zu werfen. Die mit Sockel 38 Meter hohe Statue im Art Deco Stil auf dem Berg wurde 1931 eingeweiht.
Der chilenische Künstler Selaron realisierte die verrückte Idee eine Treppe mit Kacheln zu belegen. Im Januar 2013 kam er auf ungeklärte, sehr wahrscheinlich jedoch gewaltsame Weise ums Leben, womit die Arbeit an diesem lebenden Kunstwerk ein jähes Ende fand.
Unter den mehreren tausend Kachel finden sich viele aus allen Herrn Ländern.
Nicht nur die Treppe, sondern auch ihre Besucher erwecken Aufmerksamkeit.
Nächster Stopp, die Catedral Metropolitana. Gespiegelt oder frontal.
Eine der vielen Ansichten in der Kirche. Von dieser Kathedrale ging es zu einer Kathedrale des Sports, dem Maracanã-Stadion. Derzeit nicht zu besichtigen, da die Organisatoren von Olympia und die Besitzer sich über vertragsgerechte Rückgabe streiten.
Bei der Fahrt von einer Kathedrale zur Nächsten warfen wir noch einen Blick in die Kirche Soa Francisco de Paula, die mit 400 Kilogramm Blattgold ausgelegt ist und auf das Museum of Tomorrow, entworfen vom bekannten spanische Architekten Santiago Calatrava.
Copacabana, einer der bekanntesten Stadtteile der Stadt, ist nicht nur ein Strand, sondern Wohnort für 150'000 Menschen aus Rios Mittelschicht. Die Bevölkerungsdichte beträgt über 30'000 Menschen pro Quadratkilometer.
Von Copacabana ging es nach Urca, dem Stadtteil am Zuckerhut.
Über zwei Stationen gelangt man zum weltbekannten Felsen an der linken Seite zum Eingang in die Bucht von Rio. Damit schliesst sich unser Reigen der Besichtigungen für heute.
Nach dem morgendlichen Ausblick von der Christus Statue auf den Zuckerhut, am späten Nachmittag der Blick in die entgegengesetzte Richtung.
Und eine Aussicht auf den Stadtteil Gloria, den Strand Flamengo, den Inlandsflughafen und den Business District von Rio. Wenn man genau hinschaut, lässt sich im Doppelhochhaus hinter der Catedral Metropolitana die Silhouette eines Kreuzes erkennen. Zwischen Flamengo Beach und dem Flughafen die Marina da Gloria, wo NOE liegt. Morgens um 6 Uhr starten die ersten Flugzeuge. Ein Wecker erübrigt sich.
Diesen reichlich geschmückten Damen, die sich mit Touristen fotografieren lassen, begegneten wir bei der Talstation zum Zuckerhut. Sie machen Werbung für den Karneval in Rio. Selbst dieses Produkt verkauft sich nicht von alleine und braucht charmantes Marketing.