Bezeichnenderweise heisst sie Old Road und sie erschliesst der Südküste Antiguas. Von Jolly Harbour entlang an schönen Stränden, durch einen Regenwald bis nach English Harbour. 60km hin und zurück; grösser ist die Insel nicht. Ein schöner Ausflug alleweil und landschaftlich der schönste Teil Antiguas.
Laut offiziellen Angaben gibt es 365 Strände in Antigua. Da der Tidenhub (Unterschied zwischen Ebbe und Flut) vernachlässigbar ist, bieten sich die flachen Strände zum Baden an und die Küstenstrasse liegt buchstäblich am Stand.
Und noch ein Strand, weil es so schön ist. Glücklicherweise sind die Ferienressorts gut in die Landschaft integriert.
Was neben den Stränden ins Auge sticht, sind die vielen Kirchen. Unzählige haben wir auf unseren Velotouren gesehen, in allen Farben und christlichen Religionsrichtungen.
Diese Farbgestaltung wäre bei uns, zumindest für ein Gotteshaus, nicht denkbar. Laut Einheimischen ist es wirklich eine Kirche.
Ein Schwätzchen am Strassenrand mit Elaine, die in ihrem Culture Shoppe (kein Schreibfehler) feine Getränke und Konfitüre anbietet. Leider bringen die Touristen wenig Geld ins Land, wie sie uns erzählte. Die Ferienressorts kaufen kaum lokal sondern lassen vieles einfliegen und die Touristen verlassen die Ressorts kaum. Da seien wir eine Ausnahme. Wir haben hingegen keine richtige Landwirtschaft gesehen. Vieles dient wohl der Selbstversorgung, da die hohen Preise in den Läden und die tiefen Gehälter, wenn dann eines erwirtschaftet wird, nicht zusammenpassen. Autos stehen vor jeder Hütte, ist sie noch so armselig.
Der Umkehrpunkt unserer Velotour war Shirley Hights in der Nähe von English Harbour. Shirley Hights ist ein Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über English Harbour und Falmouth Harbour. Über 200 Jahre zurück war es auch der Ausblick, der den Ort ausmachte und weshalb er überbaut wurde. Wobei der Ausblick von diesem strategischen Punkt eine ganz andere Bedeutung hatte.
Und der Ausblick ist wirklich schön und umfassend.
Auch in Richtung der Insel Montserrat ergeben sich schöne Bilder. Megayacht im Gegenlicht.
Shirley Hights war nicht nur ein Auskuck sondern eine gesamter militärischer Komplex mit Krankenhaus und Friedhof. Die Wahrscheinlichkeit einen Karibikaufenthalt zu überleben ist heute zum Glück deutlich höher als damals. Wobei die grösste Gefahr nicht der Feind, sondern das Gelbfieber und die Malaria war.
Die Ruine des Hospitals und das Denkmal auf dem Friedhof.