Heute gibt es einen technischen Post zum Thema Stromversorgung.
Die
Stromversorgung eines Bootes basiert auf Batterien. In unserem Boot gibt es 3
Batterieblöcke.
Einen für die
Versorgung aller grossen Verbraucher wie Kühlschränke, Licht, Bugstrahlruder
und die elektrohydraulischen Systeme zur Verstellung der Grossschot sowie zum
Öffnen und Schliessen der Dinghy-Garage.
Der zweite
Batterieblock versorgt die Navigationselektronik mit Strom. Die Unabhängigkeit
vom ersten Block sorgt für einen störungsfreien Betrieb ohne gegenseitige Beeinflussung.
Und dann gibt es
noch einen dritten Block, der jedoch nur aus einer Batterie besteht, zum
Starten des Motors und des Generators. Also wie im Auto.
Unsere Stromversorgung
basiert auf 12V Gleichspannung, d.h. alle unsere elektrischen Geräte arbeiten
mit dieser Spannung.
Zum Laden der
Batterien verwenden wir entweder die Lichtmaschine am Motor oder für die Blöcke
1 und 2 230V Netzspannung, die entweder aus dem Generator oder, wenn wir im
Hafen liegen, von der Steckdose am Steg kommt. Die Netzspannung wird in 2 Wandlern
(je einen für jeden Block) von 230V Wechselstrom auf 12V Gleichstrom
transformiert. Diese Wandler sind intelligente Geräte, da sie nicht 12V liefern,
sondern eine variable Spannung bis 14.4V, je nach Ladezustand der Batterie. Der
Ladezustand der Batterien lässt sich mit Hilfe der Batteriespannung an einem
Display ablesen.
Anders als die
Akkus in Handys und Laptops, die bis zur vollständigen Entladung genutzt werden
können, sind die Batterien auf Booten (ausser es sind Metallhydrid-Akkus wie
bei Handy und Laptops) dagegen empfindlich und revanchieren sich mit einer
geringeren Lebensdauer für solch brachiale Behandlung.
Wenn man auf See
ist und braucht 230V Wechselspannung z.B. zum Laden eines Akkus, kann man
entweder den Generator laufen lassen, da dieser 230V Wechselstrom erzeugt, oder
schaltet den Inverter an, der aus 12V Gleichstrom aus dem Batterieblock 1 wieder
230V Wechselstrom erzeugt.
Bei der Überfahrt
von Ceuta nach Lanzarote mussten wir ab den 3 Tag den Generator fast 30% der
Zeit laufen lassen, um die Batterien des Blocks 2 nachzuladen, während der
Block 1 schon nach kurzer Zeit wieder vollständig geladen war. In den letzten
Jahren waren mit unserem Boot nie mehrere Tage hintereinander auf See und
spätestens nach 3 Tagen wieder in einem Hafen. Dort haben wir alle Batterien
aufgeladen und uns ist die zu geringe Leistung des Wandlers für den
Batterieblock 2 für die Navigationselektronik nie als Problem aufgefallen.
Deshalb tauschen
wir nun diesen Wandler gegen ein Gerät grösserer Leistung. Die Platzverhältnisse unter dem Bett in der
hinteren Kabine, wo sich der Batterieblock 2 befindet, lassen den Einbau des
grösseren Wandlers zu. Dankenswerter Weise hat uns die Werft das Beschaffen und
Verschicken des Wandlers abgenommen. Bei
der Montage gilt es zu beachten, dass die Leitungen zwischen Wandler und
Batterie ebenfalls getauscht werden müssen, da grössere Leistungen auch
grössere Kabelquerschnitte bedeuten.
Am heutigen
Nachmittag ging es an die Arbeit. Im Vordergrund der alte und der neue Wandler. Der Leistungsunterschied ist ungefähr proportional zum Grössenunterschied.
Die Gelenkigkeit des Skippers wird gleichzeitig trainiert.
Die Arbeit macht offensichtlich Fortschritte.

























































