Zwei Städte gleichen Namens liegen auf unserer Reiseroute. Cartagena an der Costa Blanca und das nach ihr benannte Cartagena in Kolumbien, die erste spanische Stadt auf südamerikanischem Boden.
Die knapp 70sm von Alicante nach Cartagena brachten uns das gesamte Wetterprogramm. Bedeckter Himmel und Flaute, eine einstündige Regenfront mit zumindest schönen Wind und zum Schluss Sonnenschein mit etwas Wind, wobei sich der Himmel kurz vor der Hafeneinfahrt wieder garstig verdunkelte.
Die letzten Seemeilen von Capo de Palos bis nach Cartagena entlang einer unverbauten Küste waren eine Wohltat im Vergleich zur gesamten spanischen Küsten seit Port de Roses, wo fast jeder Flecken mit Ferienhäusern oder Bettenburgen vollgestellt ist.
Ein Empfang mit allen militärischen Ehren wurde uns in Cartagena zu teil. Die Skipperin ist sichtlich erstaunt, dass kurz vor der Hafeneinfahrt ein U-Boot der spanischen Marine auftaucht. Auftauchen ist hier wörtlich zu verstehen.
Während das U-Boot in den Sonnenuntergang davon fuhr, eskortierte uns das Versorgungsschiff P42 in den Hafen. Wir bedanken uns bei der spanischen Marine für diesen grandiosen Empfang. Wir wären auch mit einem Schiff zufrieden gewesen.
Cartagena ist die grösste Basis der spanischen Marine am Mittelmeer. Dieser natürliche Hafen zog schon die Phönizier an, auf deren Gründung die Stadt zurückgeht. Hanibal ist von hier zum 2. Punischen Krieg Richtung Italien aufgebrochen. Bedeutsam in damaliger Zeit waren die Silberbergwerke in den Hügeln um die Stadt, die über mehrere hundert Jahre die wichtigsten des Römischen Reiches waren.
Die Verknüpfung der Geschichte Cartagenas mit Karthago und Rom wird jedes Jahr mit einem einwöchigen Festival gefeiert, das gerade in dieser Woche stattfindet. Entsprechend gekleidete Menschen bereichern das abendliche Stadtbild.
Abgesehen von diesen nicht alltäglichen Erlebnissen mit der Spanischen Marine und der Geschichte Cartagenas, gibt es noch vieles anderes zu sehen.
Morgen werden wir noch das römische Amphitheater besuchen.










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