Der 60m hohe Leuchturm El Faro an der Südspitze Gran Canarias wurde 1889 erbaut. Bei guter Sicht lässt sich sein Licht 19sm weit sehen. Die beträchtliche Tragweite, so der Fachbegriff für die Entfernung, aus der das Licht noch mit blossem Auge erkannt wird, ergibt sich aus der Stärke des Leuchtquelle und der Bündelung des Lichts.
Die Lichtbündelung wurde um 1822 durch den französischen Physiker Augustin Jean Fresnel speziell für Leuchttürme revolutioniert. Sein Prinzip erlaubt es, Linsen dünner und leichter zu bauen.
Damit man nachts den einen Leuchtturm von einen anderen unterscheiden kann, hat jeder sein eigene Kennung, also ein charakteristisches Aufeinanderfolgen von unterschiedlich langen Hell- und Dunkelphasen.
- Durch das GPS und vorausgesetzt die Karten sind genau, haben Leuchttürme für die Schifffahrt und die Navigation ihre Bedeutung verloren. Wenn man sich nachts einer Küste nähert, sind es die Leuchtfeuer, die man zuerst sieht. Somit haben sie dennoch ihren Zweck, wenn er auch etwas anachronistisch anmutet. Und wenn das GPS abgeschaltet wird oder der elektronische Kartenplotter ausfällt, sind es die Leuchttürme, die die nächtliche Navigation in Küstennähe unterstützen.

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