Als James Cook mit seinem Schiff Endeavour 1770 hier vorbei segelte, wurde die Nadel seines Kompass abgelenkt. Er vermutet eisenhaltiges Gestein auf der Insel und nannte sie Magnetic Island. Alle anderen Seefahrer, die später hier vorbei kamen, konnten Cooks Beobachtung nicht nachvollziehen. Auch unser Kompass hat einwandfrei funktioniert.
Unser Ankerplatz in der Horseshoe Bay, 32 Seemeilen nordwestlich von Cape Bowling Green. 5 Stunden waren wir zwischen diesen beiden Ankerplätzen unterwegs. Anfänglich bei schönen Wind, der uns bis über 9 Knoten Bootsgeschwindigkeit bescherte aber in den letzten beiden Stunden zunehmen schwächer wurde.
Die Balding Bay mit ihren Granitfelsen, 30 Minuten Fussmarsch von der Horseshoe Bay entfernt. Ein statisches Wunderwerk der Natur, diesen Felsbrocken so aufzuschichten.
Und weil es so schön ist, der gleiche Felsen aus einer anderen Perspektive.
Für die technisch interessierten Leser des Blog etwas zum Thema Ankerwinsch. In Neuseeland tauschten wir unsere Ankerkette aus, mit dem Effekt, dass die Kette sich beim Aufholen in der Kettennuss verklemmte. Für Nichtsegler: die Kettennuss ist der Teil der Ankerwinsch, der die Kette beim Ablassen und Aufholen des Ankers transportiert. Scheinbar war der Verschleiss der Nuss so hoch, dass die neue Kette beim Auslauf nicht mehr sauber von der Nuss freigegeben wurde. Die Kettennuss findet sich unter der polierten Abdeckung. Bis die neue Nuss geliefert war, hielten wir als Notlösung einen Hammer zwischen Kette und Kettennuss, um die Kette von der Nuss abzustreifen.
Zum Einbau der neuen Kettennuss muss die Abeckung, die gleichzeitig als Rutschkupplung dient, abgeschraubt werden. Dann lässt sich die Nuss von der Welle des Anker-Motors abziehen und herausnehmen. Die kleine Einbuchtung am Lukenrand, die nötig ist, damit man die Nuss abziehen kann, war bei unserem Schiff leider nicht serienmässig. Mit einer leistungsfähigen Säge, einer Feile und Schleifpapier an Bord ist auch das kein Problem.




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