Freitag 8. Juli 2016: Mit wenig Wind von Kap zu Kap

Entlang der australischen Coral Coast geht es nach Norden. Die Ankerplätze sind gleichmässig verteilt. Alle 30 bis 40 Seemeilen findet sich ein Kap oder eine Insel, wo es eine geschützte Bucht mit einem Grund aus Sand oder Schlick gibt. 


Gestern segelten wir am Kohle-Terminal von Abbot Point vorbei zum Cape Upstart. Cape Upstart, eine Namensgebung von James Cook, wegen der exponierten Lage gegenüber dem umgebenden Land.  

Unterwegs bestaunten wir das zweifarbige Wasser, für das wir keine Erklärung haben, und am Ankerplatz den Sonnenuntergang. 







Die aufsteigenden Rauchsäulen stammen von Zuckerrohrfeldern. Das Zuckerrohr wird vor der Ernte angezündet, um die unnützen Teile der Pflanze loszuwerden und die Stiele besser schneiden zu können. 

Mit dem dritten Tag mit schwachem Wind in Folge kommen wir auch heute nur zum nächsten Kap. Wir ankern wir im Schutz von Cape Bowling Green. Wobei Schutz etwas hoch gegriffen ist. Eine 10 Seemeilen lange Landzunge begrenzt die flache Bucht. Das Ende der Landzunge bildet eine ein paar Meter hohe und breite Sanddüne. Hinter ihr haben wir geankert. 


Da nicht wirklich fotogen, noch die Kartenansicht aus Dreingabe. 


Auf der Karte findet sich der Hinweis, dass sich die Lage der Düne durch Strömungen verschieben kann und sie daher nicht als Referenz für die Navigation verwendet werden sollte. Das Leuchtfeuer, steht jedoch dort, wo es laut Karte stehen soll. 

10 Seemeilen östlich der Landzunge ist auf der Karte ein historisches Wrack eingezeichnet. Es liegt auf 20 Meter Tiefe und es braucht eine Genehmigung um dort zu tauchen. Es handelt sich um den Dampfer Yongala, der 1911 in einem Zyklon mit Mann und Maus verschwand. Ausser einem Kadaver eines Pferdes und ein paar Wrackteilen fand man nichts. 1943 lief ein Minensucher in der Gegend auf etwas, was für eine Sandbank gehalten wurde. 1947 wurde die Gegend mit Echolot untersucht, wobei ein 91 Meter langes Wrack entdeckt wurde. Ausser der Yongala gibt es in der Nähe kein anderes Wrack. Eine weitere Untersuchung fand jedoch nicht statt. Erst 1958 machten sich zwei Taucher daran, das Wrack zu untersuchen. Sie bargen den Safe des Schiffes, der nur Schlick enthielt. Aufgrund der Seriennummer wurde festgestellt, dass er auf der Yongala eingebaut war. 



  

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