Wir bleiben noch
einen weiteren Tag in der Laman Bay und erleben die Gastfreundschaft der
Einwohner einer kleineren Siedlung oberhalb der Bucht. Auf der Suche nach einem
guten Standort für ein Foto über die Bucht (den wir leider wegen der üppigen
Vegetation nicht finden) treffen wir auf Bauern, die ihr Feld bestellen. Sie
begrüssen uns herzlich, fragen uns aus welchen Land wir kommen und wie lange
wir auf Epi bleiben werden.
Auf unsere Frage, ob wir Pampelmusen und andere Früchte bei ihnen kaufen können, führt uns Eric in das Dorf, dass durch seine gepflegten Rasenflächen um alle Häuser und gemeinschaftlich genutzte Flächen auffällt. Die Häuser sind eine Mischung aus traditionellen Bauten mit Baumaterial aus der Natur und gemauerten Häusern mit Wellblechdach.
In der Mitte der
Ortschaft steht das grosse Gemeinschaftshaus, in dem sich die Männer am Abend
zum Kava-Trinken und zur Beratung von Dorfangelegenheiten treffen.
Die Ni-Vanuatu, wie
sich die Bewohner Vanuatus nennen, leben in zwei Häusern. In einem wird gekocht
und Esswaren aufbewahrt, im anderen schlafen sie. Kochgeschirr wird auf einem
separaten Gestell im Freien aufbewahrt.
Das Dorf besitzt
eine Quelle, so dass jeder Bewohner Zugang zu frischem Trinkwasser hat.
Elektrizität gibt es ausser aus Solarzellen zum Aufladen der Akkus der allgegenwärtigen
Mobiltelefone nicht.
Kinder des Dorfes
kehren von der Schule zurück und erfreuen sich sichtlich an den Genüssen der
Natur.
Der Umgang mit
der Machete will früh geübt sein, auch wenn in diesem Fall mit Kanonen auf
Spatzen geschossen wird. Der Vater des Jungen scheint sich keine Sorgen wegen
des ungewöhnlichen Gebrauchs seines Werkzeugs zu machen.
Auf dem Rückweg
zum Strand kommen wir an einem Grundstück vorbei, bei dem ein leerer Mehlsack
am Eingang hängt. Offensichtlich eine Bäckerei. Joseph der Bäcker begrüsst uns
und wir kaufen zwei seiner Brote. Der dunkelhäutige Melanesier, der uns fragte
ob er für das Foto ein Hemd anziehen sollte und die hellhäutige Europäerin mit
ihrem hellen T-Shirt sind für den Dynamik-Umfang des Chips unserer Kamera zu
viel. Entweder ist die eine Person zu hell, oder die andere zu dunkel.







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