Um 9 Uhr
verlassen wir Port Vila und manövrieren uns entlang unserer aufgezeichneten Route durch die zwei Untiefen vor dem Hafen in das tiefere Wasser
der Bucht. Mit nur leichtem Wind schleichen wir dahin und müssen unser Ziel
aufgeben vor Einbruch der Nacht die Laman Bay auf der nördlich von Efate
gelegenen Insel Epi zu erreichen. Laut Seekarte sollte die Ansteuerung mit der
nötigen Vorsicht auch bei Nacht möglich sein, wenn man weit genug vor der
Küste ankert.
Die Bucht wird
als Ort gepriesen, wo sich Seekühe und Schildkröten aufhalten. Wir haben leider
nur eine Schildkröte und keine Seekuh gesehen. Auch die Fischer des Dorfes, die
uns bestätigten, dass eine Seekuh regelmässig die Bucht aufsucht, haben sie
nicht zu Gesicht bekommen. Wir haben trotzdem 2 interessante Tage hier verbracht und viel vom Leben auf der Insel Epi erfahren.
Die unheimliche
Kraft des Wirbelsturms Pam vom Februar 2015 lässt sich am zerstörten
Landungssteg erkennen. Ansonsten haben die Bewohner der Dörfer in der Bucht alles
wiederaufgebaut und man erkennt die Schäden nicht mehr.
Der Flughafen der
Laman Bay wird mit kleinen Propeller-Maschinen angeflogen, die Touristen für ein paar Stunden auf die Insel bringen. Eine touristische Infrastruktur gibt es nur
in Ansätzen.
Wie auf Tanna
werden wir von allen Menschen, denen wir begegnen, herzlichst begrüsst und
gefragt, wo wir herkommen und wie langen wir bei ihnen bleiben. Anders als in
Fiji können wir uns frei bewegen ohne vorher mit den Dorfältesten Kava
getrunken zu haben. Spricht man die Bewohner auf dieses Ritual in Fiji an,
haben sie nur Verachtung für das Kava ihrer Nachbarn übrig. Ihr Kava sei viel
stärker und nicht so eine Brühe, wie wir sie von Fiji kennen.
Die Bewohner
versorgen sich mit dem was das Land hergibt und was die kleinen
Versorgungsschiffe aus Port Vila und Luganville bringen. Sie verkaufen ihre
Produkte wie Copra, Ananas, Kava und Yams. Das Geld verwenden sie im Wesentlichen für
das Schulgeld ihrer Kinder. Nur die Pflichtschule bis zum 11. Lebensjahr wird
vom Staat vollständig bezahlt, danach müssen die Eltern für die Kosten
aufkommen.
Auf der Hauptstrasse des Dorfes entlang der Bucht. Hier treffen wir diese Südsee-Schönheiten.
Wir bleiben noch eine zweiten Tag in der Bucht. Davon mehr im morgigen Post.






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