Willemstad ist der einzige Ort auf Curaçao, im dem Segler ein- und ausklarieren können. Innerhalb von 24 Stunden nach Einreise muss dies erfolgen. Das Suchen von Immigration und Customs war etwas komplizierter als bei unseren bisherigen Landfällen. Auf Segler ist man in Curacao nicht eingestellt. Das Immigration-Office ist im Hafengelände und Customs auf der anderen Seite des Kanals in den Hafen.
Nach dieser Prozedur haben wir uns die Stadt angesehen. Die beiden Seiten das Kanals sind durch eine schwimmende Brücke verbunden, die weggeklappt wird, wenn Schiffe in den Hafen fahren. Dann muss man sich etwas gedulden, will man auf die andere Seite.
Nach dieser Prozedur haben wir uns die Stadt angesehen. Die beiden Seiten das Kanals sind durch eine schwimmende Brücke verbunden, die weggeklappt wird, wenn Schiffe in den Hafen fahren. Dann muss man sich etwas gedulden, will man auf die andere Seite.
Willemstad hat 150.000 Einwohner und ist einer der bedeutendsten Häfen der Karibik. Im 17. und 18. Jahrhundert sowie bis in die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts war es einer der wichtigsten Umschlagplätze für Sklaven für deren Weiterkauf nach Mittel- und Südamerika. 1920 baute Royal Dutch Shell in Willemstad eine Öl-Raffinerie, die zeitweise die grösste der Welt war, um Rohöl aus Venezuela zu verarbeiten. Seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts lebt die Stadt zunehmend vom Tourismus.
Das wirtschaftliche Auf und Ab ist sehr gut an den Gebäuden der Stadt und ihrem Zustand abzulesen. Das Penha Gebäude von 1708. Der Stassenzug entlang des Hafenkanal besteht aus holländischer Architektur gepaart mir karibischer Farbenfreude.
Manches war verfallen und wurde oder wird jetzt wieder liebevoll restauriert.
Ein besonderes Beispiel ist das Kura Hulanda Viertel, das als Hotel, Museum und Skulpturenpark genutzt wird.
Die Skulptur heisst Mutter Afrika. Afrika ist nicht nur die Wiege der Menschheit, sondern die Herkunft vieler Vorfahren der heutigen Einwohners Curaçaos.
Die Nachbildung eines Teils eines Sklavenschiffs im Museum Kura Hulanda.
Ein Strassenzug in Kura Hulanda. Diese Häuser sind Teil des Hotels.
Eine andere Strasse in Willemstad. Zum Teil renoviert, zum Teil verfallen.
Was ist anders als in Amsterdam? Es gibt keine Velofahrer. Velofahren ist kein Konzept der Karibik. Scheinbar ist es den Menschen zu heiss dazu. Auf Grenda trafen wir an einem Aussichtspunkt einen fotografierenden, britischen Kreuzfahrer. Als er uns frage, ob wir aus Deutschland kämen, entschuldigte ich mich für den Akzent. Das war aber nicht seine Schlussfolgerung, sondern, dass wir mit dem Velo unterwegs seien. Only Germans ride a bicycle here. Es lebe das Vorurteil.









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