Wir bleiben unserem Rhythmus von einem Tag Segeln gefolgt von einem Tag Besichtigungen treu. Heute war die Barock-Stadt Ragusa an der Reihe, nachdem wir gestern Nachmittag in der Marina di Ragusa festmachten.
1693 von einem schweren Erdbeben heimgesucht, wurde die Stadt im Baustil des Sizilianischen Barocks wieder aufgebaut. Sie zählt zum UNESCO Weltkulturerbe der Spätbarocken Städte des Val di Noto.
Motive gibt es zuhauf, wobei es nicht nur die Fassaden der vielen Kirchen sind sondern auch die kleinen Details an den Häusern und Gebäuden, die bei einem Spaziergang durch die Stadt ins Auge fallen.
So üppig kann eine Balkonabstützung sein. Barocker geht es kaum noch.
Weniger der Balkon als der Husky auf ihm, veranlasste zu diesem Bild. Bei 35° im Schatten in diesen Tagen für den Schnee-Liebhaber echte Hundstage.
Wir verzogen uns in eine Gelateria, die wegen ihren Eis mit Weingeschmack berühmt ist. Sie heisst Gelati di Vino und befindet sich auf dem Platz beim Duomo San Giorgio.
Noch ein letztes Bild und wir fuhren mit dem Bus 25 Kilometer zurück zum Boot in der Marina di Ragusa.
Am späten Nachmittag verzogen sich die Damen mit einem Abstecher zu den Waschmaschinen im Hafen an den Strand. Ich setzte mich aufs Mountainbike und radelte zum 20 Kilometer entfernten Castello Donnafugata.
Würde ich nicht derzeit als Einstimmung und Begleitung der Sizilien-Reise den Roman Il Gattopardo von Giuseppe Tomasi de Lampedusa lesen, wäre mir dieses Ziel wahrscheinlich nicht in den Sinn gekommen. Sein Roman erschien postum 1958 und spielt im Sizilien des politischen Wandels von 1860 bis 1910 und beschreibt den Niedergang des Sizilianischen Adels. Das Schloss Donnafugata mit seinen 122 Zimmern ist ein zentraler Ort der Handlung, wo sich Tomasi als Kind oft aufhielt.










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