Dienstag 21. März 2017: Es geht weiter


Heute geht es weiter. Wir verlassen nicht nur Salvador sondern auch das Brasilianische Festland. Das nächste Ziel die Insel Gruppe Fernando de Noronha, die 350 Kilometer östlich der Küste im Atlantik liegt. Unser Weg dorthin führt uns 700 Seemeilen nach Nordosten, zuerst entlang der Küste bis auf 9° südliche Breite und dann hinaus auf den Atlantik. Da die Windvorhersagen etwas unterschiedlich, jedoch eher auf schwächere Winde tendierend ausfallen, ist die Prognose, wann wir ankommen sollten, etwas schwierig. Wir rechnen mit 5-6 Tagen.  

Das Bild der Fassade eines dem Zerfall überlassenem Hauses aus dem Jahr 1912 in Hafenviertel Salvadors scheint mir symptomatisch für Brasilien. Licht und Schatten, üppiges Wuchern und Zerfall, Hoffnung und Enttäuschung liegen hier so nah beieinander. 

Brasilien, immer wieder als Land der Zukunft beschrieben, erlebt trotz seiner Bodenschätze, seiner für die Agrarindustrie günstigen klimatischen Bedingungen und seiner grossen Bevölkerung immer wieder ein Auf und Ab mit grossen Amplituden. Zu gross sind wohl die Geissel von Korruption, enorm ungleicher Vermögensverteilung und mangelnden Bildungsniveau vieler Brasilianer, damit es in der Zukunft ankommt und stabilere Verhältnisse eintreten. Aber vielleicht sind das nur die naiven Vorstellungen eines Europäers, der glaubt, Stabilität mache glücklich.  

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Hans
habe mich zurückgehalten mit Kommentaren und genossen. Danke für die Eindrücke und die tollen Bilder. Das mit dem Auge ist mir vor wenigen Wochen auch passiert! Die Ausheilung dauert!
Euch für die Weiterfahrt alles Gute. Mögen Mann und Boot den Winden trotzen.
Falls nötig: Petri heil!

Gruss
Hansueli