Montag 3. Oktober 2016: Endlich (fast) freie Sicht in den Cirque de Mafate


Drei Anläufe haben wir für diesen Anblick vom 2200 Meter hohen Rand des Kraters in den Cirque de Mafate gebraucht. Heute hat es endlich geklappt. 

Während die Skipperin am Sonntag ausruhte, fuhr ich mit dem Mountainbike die 38 Kilometer lange Strecke vom Hafen zum Aussichtspunkt. Ich bin zwar oben angekommen, aber mit meinem Senioren-Tempo erst nach 4 Stunden, was für die freie Sicht schon etwas zu spät war. Also haben wir es heute mit den Auto wiederholt. Das Wetter ist in den letzten Tage immer etwas instabil gewesen, weshalb auch heute viele Wolken unterwegs waren. 

Der Berg in der Bildmitte ist der Piton de Neiges, das Zentrum der drei Kessel. Die Ortschaften im Cirque de Mafate sind nur zu Fuss oder mit dem Helikopter erreichbar. Am rechten Bildrand liegt der Wanderweg in den Cirque de Cilaos. In der nebelverhangenen Einsattelung zwischen dem Piton de Neiges und den Berg links davon erkennt man den Ochsen-Pass, auf den die Strasse aus dem Cirque de Salazie führt.  


Die grösste Ortschaft im Kessel, la Nouvelle. 




1500 Meter fällt die Wand vom Gipfel des 2898 Meter hohen Le Grand Bénare bis zum Boden des Kessels ab. Eindrücklich, welche Massen von Lava dieser Vulkan einst ausgestossen hat, aus der die Insel entstanden ist. Und mindestens genauso eindrücklich, das Kollabieren der Krater, aus dem die schroffe Landschaft hervorging. Der Cirque de Mafate ist 10 Kilometer lang und 5 breit. Der Nationalpark La Réunion, der den Piton de Neiges, die drei Kessel und Teile der äusseren Flanken des ehemaligen Vulkans umfasst, ist wegen seiner Einzigartigkeit eine UNESCO Weltnaturerbe. 


Der Blick in die andere Richtung auf den 2200 Meter tiefer liegenden Indischen Ozean. Mit etwas Suchen ist die Hafeneinfahrt zu erkennen. Auf der der Hafeneinfahrt gegenüberliegenden Seite des Hafens liegen wir. 

Seit ein paar Tagen beobachten wir die Wettervorhersagen genauer. Am Freitag öffnet sich möglicherweise ein günstiges Wetterfenster für die Passage nach Madagaskar. Falls es so kommt, werden wir es für die 800 Seemeilen lange Strecke nach Nosy Be um die Nordspitze von Madagaskar nutzen.   

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