Donnerstag 6. Oktober 2016: Vorbereitung auf Madagaskar


Derzeit bläst es rund um La Réunion mit 35 Knoten. Bis Freitag ist das Tiefdruckgebiet durchgezogen und es baut sich wieder ein Hoch auf, der Wind dreht auf Nordost und schwächt sich deutlich ab. 

Sollen wir am Freitag lossegeln? Abergläubische Seefahrer laufen nie am Freitag aus. Wenn wir am Freitag auslaufen und mit durchschnittlich 7 Knoten segeln, werden wir am Cap d'Ambre, der Nordspitze Madagaskars, auf starke bis stürmische Winde treffen. Selbst mit Auslaufen am Samstag wird es nicht besser. Das obere Bild zeigt unseren Standort (das kleine Schiffchen) bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7 Knoten für Dienstag  um 24 Uhr. Dann stehen wir knapp vor dem Kap und segeln in eine Zone mit Wind um 30 Knoten.  


Die gleiche Simulation für Absegeln am Sonntag, ebenfalls wieder mit 7 Knoten Fahrt. Sieht deutlich gemütlicher aus. Ganz im grünen Bereich ist es noch nicht, aber an Kaps muss man wegen des einschnürenden Effekts des Landes immer mit einer Zunahme des Windes rechnen. Falls wir etwas langsamer segeln, ändert sich nicht viel, da die Verhältnisse für 24 unverändert bleiben. Nach dem Cap d'Ambre schwächt sich der Wind für die verbleibenden 100 Seemeilen ab, da wir im Windschatten der Küste segeln.  

Wir verwenden zwei unterschiedlich Wetterdienste. Beide zeigen ein ähnliche Vorhersage für die 800  Seemeilen lange Strecke von La Réunion bis Nosy Be. Nosy Be ist eine Insel vor der Nordwestküste Madagaskars, wo wir einklarieren wollen. Wir schauen uns die Simulation jeden Tag an und falls sich in den nächsten Tagen nichts verändert, werden am Sonntag Morgen aufbrechen. 




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