Unser Ankerplatz in der türkis blauen Lagune zwischen Direction und Home Island.
Wer diesen Sommer noch keinen Urlaub hatte, hier ist noch Platz am Strand. Die Erreichbarkeit ist gegeben, gibt es auf West Island einen internationalen Flughafen.
Die Geschichte
von Cocos Keeling ist schnell erzählt. 1609 wurde das aus 5 grösseren Inseln
bestehende unbewohnte Atoll durch den englischen Kapitän William Keeling im
Sold der East India Company entdeckt. Seinen Namen erhielt es 1805 durch den
englischen Kartograph James Horsburgh, dessen Namen in der nördlichsten Insel
verewigt ist.
Die ersten
Bewohner waren 1825 unfreiwilliger Weise die Besatzung der französischen Brig
Mauritius, die auf der Nordseite von Direction Island strandete. Nach mehreren
Monaten wurde die Mannschaft gerettet. Kurz danach landete der schottische
Händler und Kapitän John Clunies-Ross, bohrte Brunnen und pflanzte Kokospalmen.
Zur Bewirtschaftung der Plantagen wurden malaiische, chinesische und indische
Arbeiter angeworben. Ihre Nachfahren leben heute auf Home Island. Die gewerbsmässige
Copra-Produktion wurde 1987 eingestellt. 1984 entschieden sich die Bewohner der
Insel zur Zugehörigkeit zu Australien.
Von 1901 bis 1960
war die Insel ein wichtiger Knotenpunkt von Untersee-Telefonkabeln. Anfänglich
lebten 28 Menschen zum Betrieb der Station auf Direction Island. Über die Jahre
entstand daraus eine kleine Ortschaft, von der heute leider keine Spuren mehr
vorhanden sind. Die spannenden Geschichten rund um die Telefonstation sind entlang eines Wegs um die Insel auf Hinweistafeln erklärt.
Die Überreste der Kopra-Zeit haben hingegen gut überlebt. Für uns und die anderen Segler (es sind insgesamt 6 Boote hier) ein Selbstbedienungsladen.
Nach der erfrischenden Kokosmilch geht es mit der Säge weiter. Ein paar Züge mit der Japan-Säge und die zwei Hälften sind getrennt.




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