Dienstag 30. August 2016: Landfall in Cocos Keeling


Unser Ankerplatz für die nächsten Tage vor Direction Island im Norden des Atolls.

Der Wind hat uns nicht im Stich gelassen. Die letzten 12 Nachtstunden von Montag auf Dienstag erreichten wir sozusagen im Schlaf 98 Seemeilen. Um 11 Uhr Morgen fiel unser Anker in der äusseren Lagune, Port Refuge. Schon von Weitem, die Palmen weit überragend, sahen wir, dass wir dort nicht allein liegen werden. 


Dieses Schiff sucht seine Bestimmung hier vergebens. Ein Eisbrecher auf 12° südlicher Breite. Kaum war unser Anker gefallen, erhielten wir schon Besuch vom Eisbrecher. Australian Boarder Force kontrolliert uns. Wie sie uns sagten nur zu ihrer Übung, denn die Behörden von Australian Federal Police, die wir auf Kanal 20 schon angerufen hatten, werden auch noch kommen. 

Normalerweise bewegt sich der Eisbrecher Ocean Shield in der Antarktis. In den südlichen Wintermonaten geht es auf Patrouille gegen den Flüchtlingsstrom, wie uns die Beamten erzählten. Antarktis gegen Atoll; ein guter Tausch.  Auf dem Heck des Eisbrechers steht eines von ihnen konfiszierten Fischerbooten, welche wir schon im Ashmore Reef gesehen haben. 

Der grau grüne Punkt links im Bild vor der roten Fahrwassertonne ist der Skipper auf der Erkundung der Einfahrt zur inneren Lagune vor Direction Island. Der Polizei-Beamte sagte uns, dass wir bei unserem Tiefgang besser den Höchststand der Tide abwarten sollten. Leider haben sie heute um 1600 keine Zeit, eben bei höchstem Wasserstand, uns in die Lagune zu begleiten. Daher meine Exkursion mit dem Dingi. 

Um 1600 machten wir uns auf den Weg für die letzte Meile. Die geringste Tiefe, die wir beobachteten war 3.8 Meter, bevor es mit 7 Meter an unserem Ankerplatz in der inneren Lagune wieder gemütlicher wurde. Bei NOE's Tiefgang von 2.8 Meter doch ein etwas heikles Geschäft. 


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