Donnerstag 25. August 2016: Christmas Island, Insel der Krabben


Schon die Nummernschilder der Autos zeigen es. Christmas Island ist die Insel der Krabben. Über 10 Millionen der roten Krabben sollen es sein und sie kommen auch nur hier vor. 


Sie sind auf der gesamten Insel zu finden, deren Fläche zu 2/3 ein Nationalpark ist. 


Überzogen von dichtem Regenwald ist die Insel nicht nur Heimat der roten Krabben sondern auch der ebenso endemischen Art der blauen Krabbe. Die Küste der Insel ist meist ein 20 Meter hohe Klippe aus Kalkgestein. Badetouristen kommen hier nicht auf ihre Kosten. 


Einmal im Jahr, gegen Ende Oktober, Anfang November wandern Millionen von Krabben zur Paarung und Eiablage zum Meer.  


Strassensperren sind dann an der Tagesordnung, damit dieses weltweit einmalige Spektakel nicht gestört wird. 


Palmendiebe, die grösste Art der Landkrebse, kommen auf den Inseln des südlichen Pazifiks und in Ländern entlang des Indischen Ozeans vor. Die grösste Population lebt wegen des strengen Schutzes auf CI. Der einzige Feind ist der Mensch, beziehungsweise der Autofahrer. 


Hier ist Vorsicht geboten. Die Scheren, der bis zu 40 Zentimeter grossen Tiere, sind so stark, dass sie die Panzer anderer Krabben knacken. Auch sollte man sich davor hüten, einen Finger in die Scheren zu bekommen. 

Die Krabben und geschätzte 80'000 Seevögel (Fregattvögel, Tölpel, Tropik-Vögel) hätten die Insel wohl heute noch für sich alleine, wenn nicht phosphathaltiges Gestein viele Teile der Insel bedecken würde. Der Abbau beschäftigt heute weniger als 200 Menschen mit abnehmender Tendenz. Tourismus und ein Auffanglager für Bootsflüchtlinge sind die weiteren Arbeitgeber. 



Unser Bojen-Platz in der Flying Fish Cove, der einzigen geschützten Bucht der Insel und der einzige einfach zugängliche Strand. Mit Blick auf den Phosphat-Terminal nicht besonders idyllisch aber mit sehr kurzer Distanz zum Dingi-Anleger. 


Und der Blick in die andere Richtung ist ganz ok.


Die Bevölkerung der Insel ist ein Gemisch aus Chinesen, Malaien und Australiern. Am Morgen werden wir vom Gesang des Muezzins geweckt, der die islamistischen Malaien zum Gebet ruft. Bei der Fahrt über die Insel geht es an den farbenprächtigen buddhistischen Tempeln mit ihren Gebetsfahnen der chinesisch stämmigen Einwohner vorbei. 

   



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