Von April bis August 1770 segelte James Cook als erster Europäer mit seinem Schiff Endeavour entlang der australischen Küste, vom heutigen Sydney bis zur Torres Strasse.
In der Nacht von 10. auf den 11. Juni hätte die Fahrt des Entdeckes fast ein tragisches Ende auf einem Riff gefunden. Cook entschied trotz der Gefahren in tieferes Wasser zu segeln. 23 Stunden lag das Schiff auf dem Riff, bis es durch die Flut sowie durch Überbordwerfen von Ballast und schweren Gegenständen wie Kanonen wieder flott wurde. Die Schäden am Schiff bedingten eine Reparatur an Land. Nach sieben Wochen konnte er die Reise fortsetzen. Die heutigen Ortsbezeichnungen wie Endaevour River, Cooktown und Endeavour Reef zeugen von diesen dramatischen Ereignissen.
Wir passieren des Endeavour Riff im sicherem Abstand von 3 Seemeilen. Zwar auch bei Dunkelheit, was heute mit den elektronischen Möglichkeiten gefahrlos möglich ist. Der Schiffsverkehr innerhalb des Riffs ist recht intensiv. Auf unserer 120 Seemeilen langen Fahrt von Cairns nach Lizard Island kommen uns im Stundenrhythmus Schiffe entgegen oder überholen uns. Die Frachter sind typischerweise knapp 200 Meter lang und passieren und im Abstand von ein paar hundert Metern, da wir wie sie in der sicheren Schifffahrtsroute segeln.
Am August landete er auf Lizard Island, wo er, wie wir 250 Jahre später, als einzige Landtiere Echsen vorfand. Er bestiegt den höchsten Punkt, um sich einen Überblick über eine mögliche Route durch das Labyrinth der Riffe zu verschaffen.
Wie alle anderen Boote in der Bucht, warten auch wir auf besseres Wetter. Die Internet-Verbindung ist sehr schlecht, weshalb es die anderen Bilder zu diesem Post leider erst später geben wird.

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