Dienstag 31. Mai 2016: Loltong, 2. Teil

Internet in der Nähe haben wir derzeit nur in der Lounge des Aoré Island Resorts, vor dem wir an einer Mooring-Boje liegen. Das heisst um online zu gehen, ins Dinghy steigen und ans Land paddeln. Da mir gestern beim Posten der Akku im Laptop zu Ende ging, gibt es den Post von Loltong in zwei Teilen.

Ein Nachtrag zur Stromversorgung. Stromzähler gibt es keine, hingegen zahlt jeder Angeschlossene umgerechnet 4€ pro Monat. Die gesamte Anlage hat etwas mehr als 6000€ gekostet. Ein Achtel hat das Dorf aufgebracht, der Rest kam von der Regierung als Zuschuss. Warum das Dorf im Vergleich zu anderen Dörfern so modern ist liegt darin, dass der ehemalige Chief des Dorfes bei einem Europäer gearbeitet hat, der auf diese Weise seinen Strom produzierte. Es dauerte aber etliche Jahre bis aus der Idee Realität wurde.


Vanuatu hat eine relativ junge Bevölkerung. Zum einen ist die Geburtenrate hoch, zu anderen ist die Lebenserwartung tief. Sie beträgt nur knapp über 60 Jahre. Fragten wir in den Dörfern nach der Einwohnerzahl und der Zahl der Schüler war das Verhältnis immer zwischen 1 zu 4 und 1 zu 5. Neben den Kirchen sind die ebenfalls aus Stein gebauten Schulhäuser die markanten Gebäude in jedem Dorf.

Laut Auswärtigem Amt in Deutschland ist Vanuatu eines der gefährlichsten Reiseziele. Es gibt aktive Vulkane, Wirbelstürme, Erdbeben und damit Tsunamis sowie an manchen Orten die Gefahr sich mit Malaria zu infizieren. Diese Kirche fiel einem Erdbeben zum Opfer.


Den in der Seekarte eingetragene Landungssteg konnten wir selbst mit dem Fernglas vom Boot aus nicht finden. Er existiert jedoch nur als Ruine, zerstört durch den Wirbelsturm Nigel, der vor etwa 20 Jahren wütete. Ein Wiederaufbau ist nicht geplant.


Neben ein paar Glasfieber-Booten mit Aussenbord-Motoren sind die traditionellen Ausleger-Kanus das wichtigste Wasserfahrzeug, welches vor allem zum Fischen verwendet wird.



Die Jungs vom Bolzplatz posieren gekonnt für ein Photo.


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