Sonntag 8. November 2015: Die Prognose ist günstig


Die Wetteraussichten auf unserer 1000 Seemeilen langen Strecke in den Süden nach Neuseeland sind günstig. In den nächsten 7 Tagen bestimmen Hochdruckgebiete das Wetter in diesem Seegebiet. Das heisst nicht, dass es nicht auch frischen bis starken Wind geben kann, aber er kommt aus Nordwesten und schiebt uns nach Süden. Dies im Gegensatz zu Tiefdruckgebieten, die Wind und Wellen aus Südwesten bringen, gegen die wir segeln müssten. 

Wir werden morgen früh nach dem Ausklarieren ablegen und hoffen nach 7 spätestens 8 Tagen in Opua zu sein. Das hängt vor allen von der Windstärke und Richtung in den ersten Tagen ab, wo wir hoch am Wind (also mit einem Winkel zwischen Fahrt- und Windrichtung von 45°) nach Südwesten segeln. Kommt der Wind schon 10 oder 15° mehr aus Süden müssten wir kreuzen und hätten eine wesentlich längere Strecke zu segeln. Also Daumen drücken, dass der Wind eher nach Osten dreht. Auch die Lage des Zentrums des Hochs ist entscheidend, da es dort nur schwache Winde gibt. Können wir daran vorbei segeln, verlieren wir keine Zeit. Falls doch, lassen wir den Motor laufen, um es zu kompensieren. 

Nach 6 Wochen in Fiji und einem halben Jahr in der Südsee verabschieden wir uns vorerst von diesem Segelrevier mit vielen schönen und bleibenden Eindrücken. Auch wenn wir uns nie gehetzt fühlten, gingen diese Monate schnell vorbei. Wir haben viel gesehen und erlebt, wobei wir uns die Sachen herausgepickt haben, die uns besonders spannend schienen und haben bewusst auf anderes, was sicher genauso interessant gewesen wäre, verzichtet. 

Mit einem vinaka vaka levu, einem grossen Dankeschön, sagen wir Fiji auf Wiedersehen. 

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