Seit heute Morgen um 10 Uhr sind wir unterwegs nach Neuseeland.
Der Beamte für Zoll und Immigration erschien überpünktlich bei uns am Boot und da wir die ausgefüllten Formulare schon in zweifacher Ausfertigung ausgedruckt hatten, dauerte die Ausklarierungsprozedur nicht allzu lange. Mit dem freundlichen Hinweis, dass wir die Gewässer Fijis nun innerhalb von 24 Stunden zu verlassen hätten oder wenn dies aus einem wichtigen Grund nicht möglich sein sollte, ihm eine Meldung zu geben, verabschiedete sich der Beamte von uns.
Die ersten 15 Seemeilen bis an die Durchfahrt durchs Riff waren schönes Segeln bei leichtem Wind ohne Welle. Mit dem Fernglas konnten wir die Schaumkronen ausserhalb des Riffs sehen. Der Wind frischte auf 6 Beaufort auf und kam anfänglich genau aus der Richtung, in die wir wollen. Mit etwas Abstand zum Land besserte sich die Situation geringfügig. Anstatt dem gewünschten Kurs von 185° (magnetisch) können wir hoch am Wind zwischen 195 und 200° segeln und kommen mit 7-8 Knoten einigermassen flott gegen die bis zu zwei Meter hohen Wellen voran. Bequemes Segel ist trotzdem etwas anderes. Vor allem für die Skipperin.
Unsere Position um 1800 Neuseeland-Zeit (+12h zu MEZ): 18°30’S, 176°49’E. Bis Opua sind es noch 1009 Seemeilen direkter Weg. Möglicherweise wird der zu segelnde Weg länger, wenn der Wind weiterhin aus der „falschen“ Richtung kommt.
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