Durch seine isolierte Lage, 2000 Kilometer entfernt von Australien, Fiji und Tonga, begann die Besiedlung Neuseelands erst vor etwa 700 Jahren, als Polynesier mit seetauglichen Doppelkanus wahrscheinlich von Fiji aus Neuseeland entdeckten und wegen der klimatischen Unterschiede zu ihrer Heimat eine eigene Kultur entwickelten.
Der Holländer Tasman sichtet 1642 als erster Europäer die Doppelinsel, wobei der Besuch mit dem Verlust 4 seiner Seeleute endete, die von Maoris getötet wurden. Tasman selber setzte nie einen Fuss auf das unter seinem Kommando entdeckte Land. Danach geriet das Land aus europäischer Sicht wieder in Vergessenheit.
Erst im Oktober 1769 war es James Cook, der auf der Suche nach dem vermuteten Südkontinent Neuseeland erreichte. Er umrundete während der nächsten Monate die Nord- und Südinsel, kartographierte sie und bewies damit, dass es sich um Inseln handelt und nicht um die Küste eines Kontinents.
Walfänger, Missionare und Siedler folgten, wobei keine staatliche Ordnung sondern das Faustrecht galt. Zwischen 1829 und 1835 kam es vermehrt zu blutigen Kämpfen zwischen Maoris und den Einwanderern sowie unter den Maoris selbst, die durch Tauschhandel in den Besitz von Schusswaffen gelangten.
Am 6. Februar 1840 wurde von einem Vertreter der britischen Krone und 39 Maori Häuptlingen ein heute noch gültiger Vertrag unterschrieben, der alle Souveränität auf die britische Krone überträgt, den Maoris ihre Land-, Frost- und Fischereirechte garantiert und sie zu Untertanen der britischen Krone macht. Der Vertrag wurde in englischer und in der Sprache der Maoris verfasst. Bewusste oder unbewusste Übersetzungsfehler und unterschiedliche Interpretationen des Vertrage beschäftigen bis heute Politik und Gerichte. Die Unterzeichnung des Vertrags gilt als die Geburtsstunde des modernen Neuseelands. Seit 1974 ist der 6. Februar Feiertag und gilt somit als Nationalfeiertag Neuseelands.
Das Treaty-House. In der Residenz des britischen Vertreter Busby wurde der Vertrag unterschrieben. Das ganze Gelände mit seinen Bäumen, Pflanzen und Grünflächen ist heute ein Museum und Veranstaltungsort.
Mit Maorischen Symbolen geschmückter Versammlungsraum. So haben sie ausgesehen, die Maorischen Krieger auf die Tasman und Cook stiessen.
Die Blüte des Metrosideros excelsa oder auf Maori Pōhutukawa, dem neuseeländischen Weihnachtsbaum. Das hat nichts mit Weihnachten zu tun, sondern mit der Zeit der Blüte im südlichem Sommer.




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