Donnerstag 22.Oktober: Levuka, wo die Uhren stehen geblieben sind

Seit drei Tagen herrscht sehr schwacher Wind bis Flaute. Unter Motor machen wir eine Zeitreise in die 15 Seemeilen entfernte Stadt Levuka (an sich ist es mit 1000 Einwohnern ein Dorf) auf der Insel Ovalau. 

Wie alle Inseln Fijis ist auch Ovalau von einem Riff umgeben. Die Karten sind glücklicherweise erstaunlich genau. Auge und Echolot sind dennoch wichtig, da die Seezeichen in der Realität anders sind als auf der Karte, was das grenzenlose Vertrauen in die Karten unterminiert. Bei der Riffeinfahrt nach Levuka hat es nur an der südlichen Riffkante ein Seezeichen, das an der in der Karte eingezeichnete nördlich Pendant fehlt. 


Schon von unserem Ankerplatz ist der koloniale Charme des kleinen Städtchens sichtbar. 


Alles sieht so aus, als wären vor 150 Jahren die Uhren angehalten worden. Das war die Zeit, als entschieden wurde, Suva zur Hauptstadt der Kronkolonie Fiji zu ernennen, da Levuka nicht die Möglichkeit der Expansion bot, die Reede völlig ungeschützt dem herrschenden Passatwind ausgesetzt ist und der erste Gouverneur der neuen Kolonie keinen Gefallen an Levuka fand. 


Seit 2013 darf sich Levuka mit dem Prädikat eines Unesco Weltkulturerbes schmücken. Bei allen Ortschaften und Städten, die wir bislang in Fiji gesehen haben, sticht sie deutlich heraus. 


Unsere erste Anlaufstation. Mittagessen im Restaurant zur Walflosse. 


Eine der vielen Kirchen von Levuka. 


Auch nach 150 Jahre nennt man sich stolz die alte Hauptstadt, wie auf der Banderole des lokal produzierten Thunfischs zu sehen ist. 


Eine Schule, untergebracht in einem der historischen Gebäude. Schaut man genau hin, nagt der Zahn der Zeit und das Geld alles in gutem Zustand zu erhalten, fehlt in Fiji sicherlich. 


Viel Eigeninitiative der Bewohner und Liebe zum Detail erhalten dennoch den Charakter einer längst vergangenen Zeit. 




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