Seit heute morgen liegen wir an einer Boje der Waitui Marina vor Savusavu (in einem Wort ist die richtige Schreibweise). Hier hat es wohl schon bessere Zeiten gegeben. Die Betreuung ist jedoch sehr gut und die Bojen werden als Hurrikan sicher angeboten. Das wollen wir aber nicht ausprobieren.
Bevor wir an Land dürfen, kommen die Offiziellen an Bord. Zuerst der Beamte des Gesundheitsministerium. Auf dem auszufüllenden Fragebogen findet sich die Frage, ob wir bei den Mäusen und Ratten an Bord auf der Fahrt nach Fiji (ich benutze im weiteren die englische Schreibweise und nicht das eingedeutschte Fidschi) eine erhöhte Sterberate festgestellt hätten. Unsere Gegenfrage, ob jemals ein Segler diese Frage mit Ja beantwortet hat, wird verneint. Wir können in Ermangelung dieser Tiere an Bord die Frage nicht beantworten.
Mit einem sündhaft teuren Spray, die ganze Prozedur kostet uns 100€, räuchert der Beamte das Boot ein und hofft so die Hühnerpest von Fiji fernzuhalten. Tonga zählt für Fiji zu den infizierten Ländern, ebenso wie alle anderen Länder aus denen Segler im südlichen Pazifik Fiji anlaufen. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Danach werden zwei Vertreter von Zoll und Immigration an Bord gebracht. Wiederum viele Formulare, Fragen und eine Kontrolle von Kühlschrank und ein paar Schränken. Alles sehr freundlich und nicht wirklich inquisitorisch. Beim Durchblättern unserer Pässe mit den mittlerweile vielen Seiten von Stempeln verschiedener Länder, fällt der jungen Beamtin mein Visum für Aserbaidschan auf und fragt, ob das Land in Afrika liege und Teil unserer Reiseroute war. Wir tragen ein wenig zu ihrer Allgemeinbildung bei und bekommen unsere Pässe gestempelt.
Jetzt müssen wir unsere gelbe Quarantäne-Flagge, die unter der Flagge Fijis unter der Steuerbord-Saling (für Nichtsegler, das ist die Querstrebe zwischen Mast und Wanten auf der rechten Seite) gefahren wird, einziehen und dürfen an Land. Der erste Gang geht zu den Beamten von Revenue&Customs, wo unsere Pässe eingescannt werden. Der zweite Gang führt uns an einem Geldautomaten vorbei zur Außenstelle des Gesundheitsministeriums. In Tonga konnten wir nur 120 Fiji-Dollar eintauschen, grösser waren die Bargeldbestände der beiden Banken in Neiafu nicht.
Nachdem wir unsere Schulden fürs Einsprühen von NOE beglichen haben, fehlt uns nur noch das Cruising Permit. Dieses Dokument brauchen wir, damit wir in Fiji segeln dürfen. Donna, die freundliche Dame im Büro der Waitui Marina, wird es für uns beantragen und wir sollten es in ein paar Tagen erhalten.
Mit diesem Behörden-Marathon ist der Tag schon fast gelaufen. Ein paar Einkäufe auf Savusavus Hauptstrasse liegen noch drin.
Noch eine Anmerkung für die Fotoenthusiasten unter den Bloglesern, denen das möglicherweise schon längst aufgefallen ist. Das Bild oben sieht unscharf aus. Klickt man es an, wird es scharf. Besonders gut zu sehen an den Ladenbeschriftungen. Warum das so ist, weiss ich nicht. Wohl eine Besonderheit von Blogspot.


1 Kommentar:
Hello Hans and Ursula,
Delighted to read your blog and know you are safe in Fiji. Enjoy, it might be the last Pacific island state you visit.
Be aware of the Kava drink, it kicks like a mule.
My son and friend are still in Tonga and the weather has turned bad. Not leaving until late October for NZ.
I'm back at work and looking at the yachts through the window.
I'll keep in touch and look forward to meeting you both in NZ.
Let me know if there is anything I can do to help you.
Regards,
Peter
Peter.turner@bayleys.co.nz
0064 27 561 2705
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