Heute hatten wir mit dem einzigen Führer in Bora Bora für eine Tour auf den Mt. Pahia abgemacht. An sich sollte die Tour schon am Mittwoch stattfinden, wurde aber vom ihm um einen Tag verschoben, da ihm das Wetter nicht schön genug war. Stattdessen tourten wir bei Sonnenschein mit dem Auto um die Insel und genossen so ein paar der schönen Aussichten. Leider hat uns der Führer für heute wieder abgesagt, da er die Tour nur mit mindestens vier Gästen durchführt und 2 Gäste absagten. Auf unser Angebot etwas mehr zu zahlen ging er nicht ein, sondern bot uns die Tour für Freitag an. Da unsere Geduld mit ihm nun erschöpft war und wir das gute Wetterfenster der nächsten Tage nutzen wollten, kam Freitag für uns nicht in Frage und wir sagten ihm ab. Äusserst schade, hatten wir uns auf diese Tour sehr gefreut und sie wäre möglicherweise das I-Tüpfelchen auf unsere faszinierenden drei Monate in Französisch Polynesien gewesen.
Insgesamt sind unsere Erfahrungen mit Berg- und Wanderführern in Französisch Polynesien mit Ausnahme von Nuku Hiva durchwegs negativ. Entweder haben sie auf unsere E-Mails nicht geantwortet oder wie in Bora Bora kam es leider nicht zur Tour. Auf eigene Faust loszumarschieren wird nicht empfohlen, da die Wege oft über privaten Grund gehen und sie zudem unmarkiert und schlecht zu finden sind.
Also gingen wir zur Gendarmarie und meldeten uns ab, kauften noch ein paar Sachen ein, bereiteten uns auf die Weiterfahrt vor und legten um 2 Uhr Nachmittags ab. Der Gendarm lobte unerwarteter und unberechtigter Weise unser Französisch, was nach drei Monaten Übung zumindest den Vergleich mit dem non existing french der Amerikaner nicht scheuen muss. Das war nämlich der Vergleichsmassstab des Gendarmen, da vor uns ein radebrechender Amerikaner am Schalter stand und der Gendarm Englisch sprechen musste.
Unser nächstes Ziel sind die Cook Inseln. Diese 15 Inseln liegen zwischen dem 8. und 23. Grad südlicher Breite und 156. und 167. Grad westlicher Länge. Wie der Reiseführer sagt, eine Landfläche von 25% von Berlin und einer Wasserfläche fünfmal so gross wie Deutschland, bewohnt von 12‘000 Menschen. Politisch sind die Cook Inseln seit 1965 ein selbstverwaltetes Territorium, assoziiert mit Neuseeland. D.h. Neuseeland schiesst Geld zu und die Einwohner sind auch Bürger Neuseelands. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse und der wenig aussichtsreichen Perspektiven leben über 50‘000 Bürger der Cook-Inseln in Neuseeland. James Cook, nach dem die Inseln benannt wurden, bezeichnete ihre Schönheit mit dem überlieferten Satz, „Diese kleinen Teile gehören nicht zu dieser Welt, sie sind davon losgelöst“. Wenn die Windprognose stimmt, sollten wir in 4 Tagen, also am Montag dort sein.
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