Dienstag/Mittwoch 16./17.Juni: Velotour rund um Tahiti Nui


Tahiti besteht aus zwei Vulkaninseln, Tahiti Nui und Tahiti Iti. An der Südostecke der grösseren stossen sie aneinander. Um die grössere gibt es eine 120 Kilometer lange Küstenstrasse, die kleinere ist nur teilweise mit zwei Stichstrassen erschlossen. Da wir seit 4 Monaten nicht mehr Velo gefahren sind, haben wir uns die Strecke in zwei gut verdaubare Happen aufgeteilt und übernachteten nach der Hälfte der Distanz. 

An der Strecke liegt das Museum von Tahiti und der polynesischen Inseln. Das Polynesische Dreieck umspannt Hawaii, die Osterinseln und Neuseeland. Diese unverstellbar grosse Fläche haben die Polynesier in 1200 Jahren besiedelt.   


Sie landeten dabei auf Inseln unterschiedlichen erdgeschichtlichen Alters. Ganz links Vulkaninseln wie die Marquesas, rechts daneben Inseln wie Tahiti, bei denen sich schon ein Riffe aus Korallen gebildet hat, oder die Nr. 3 wie Bora Boro, wo neben dem Vulkanfelsen eine ausgeprägte Lagune vorhanden ist. Und schliesslich ganz rechts die Atolle, auf denen die Lebensgrundlage wegen des raren Trinkwassers und schlechter Böden am schlechtesten ist. 


Die Polynesier entwickelten in ihrer Geschichte keine Schrift, aber Körperkunst. Nach ihrer Christianisierung von den Missionaren verboten und nicht mehr angewendet, hat der deutsche Arzt und Völkerkundler Karl von Steinen Ende des vorletzten Jahrhunderts die Muster aufgezeichnet und sich erklären lassen. Ohne seine Arbeit wären diese Muster wohl für immer verloren gewesen.  


Keine Kunstinstallation sondern die Sonnenliegen unserer Unterkunft. 


Unsere Unterkunft. Ein Bungalow am Strand; Meeresrauschen inklusive.

Die touristische Infrastruktur ist nur in der Nähe von Papeete gut. Sonst gibt es nur Pensionen, die nur ein Bett, aber keine Verpflegung anbieten. Auf hungrige Velofahrer ist man nicht eingestellt. Wir kamen trotzdem zu unserem Essen. Eingekauft im Laden um die Ecke und selber gekocht in der Gemeinschachftsküche der Pension.  


Üppiges Grün entlang der Küstenstrasse. Nur sie ist durchgehend geteert. Strassen ins Innere der Inseln sind nur anfangs geteert. Sobald die Besiedelung endet, sind es Naturstrassen.   


Der längste und wasserreichste Fluss der Insel sowie der Mt. Orohena, mit 2241 Metern höchste Berg Tahitis.  


Die Riffe vor Papeete. Die gesamte Insel ist von Riffen gesäumt. Sie halten die Wellen ab und da es kaum Tidenhub gibt, braucht es kaum Kunstbauten um die Küste zu schützen.



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