Montag 18.Mai 2015: Bye, bye Marquesas

Heute haben wir mit etwas Wehmut die schöne Baie D’Anaho verlassen. Bevor wir um 16 Uhr Anker auf gingen, versuchten wir in der östlichen Nachbarbucht Gemüse zu kaufen. Eine halbe Stunde Fussmarsch und wir erreichten den Gemüseanbau, auf den uns die Bewohner der Baie D’Anaho aufmerksam gemacht hatten. Es gab Gurken, Tomaten und Pampelmusen, was wir auf den ersten Blick sahen. Die beiden Arbeiter konnten uns leider nichts verkaufen. Der Patron sei in Papeete und sie hätten kein Geld um uns herauszugeben. Schade, dass wir unverrichteter Dinge den Heimweg antreten mussten.

Als wir in der Baie D’Anaho von unserem Misserfolg berichteten, halfen uns Daniel und seine Frau Maria (wir nehmen an, es ist seine Frau) mit 2 grossen Guyaven und einem Sack voll Pampelusen aus, die Daniel kurzerhand vom Baum nahm. Die beiden betreuen das Kinderferienheim in der Bucht. Drei Monate im Jahr haben sie bis zu 40 Kinder aus allen Regionen Französisch Polynesiens, die restlichen neun Monate passen sie auf das Haus auf. Auch Ramon, der in der Bucht eine Pension mit mehreren Bungalows betreibt, war sehr hilfreich und deckte uns mit Zitronen ein. Trotz des Kinderheims und der Pension ist die Baie D’Anaho keine touristische Hochburg. Alles ist nach unseren Verhältnissen sehr einfach. Ausser fliessend Wasser und etwas Strom aus Solarzellen gibt es nichts. Kein Fernsehen, Radio oder Internet. Dafür eine Stunde Fussmarsch (nicht wie angegeben 2 Stunden) über einen kleinen Pass um in dieses Kleinod zu gelangen.

Jetzt liegen 500 Seemeilen Kurs Südsüdwest vor uns. Unser erstes Ziel in den Tuamotus ist das Atoll Kauehi. Laut Segelführer ein einfach befahrbarer Pass in die Lagune und das Fahrwasser quer über die 8 Seemeilen breite Lagune zur Ortschaft Tearavero soll frei von Untiefen und Korallenköpfen sein.

Keine Kommentare: