Heute haben wir mit etwas Wehmut die schöne Baie
D’Anaho verlassen. Bevor wir um 16 Uhr Anker auf gingen, versuchten
wir in der östlichen Nachbarbucht Gemüse zu kaufen. Eine halbe
Stunde Fussmarsch und wir erreichten den Gemüseanbau, auf den uns
die Bewohner der Baie D’Anaho aufmerksam gemacht hatten. Es gab
Gurken, Tomaten und Pampelmusen, was wir auf den ersten Blick sahen.
Die beiden Arbeiter konnten uns leider nichts verkaufen. Der Patron
sei in Papeete und sie hätten kein Geld um uns herauszugeben.
Schade, dass wir unverrichteter Dinge den Heimweg antreten mussten.
Als wir in der Baie D’Anaho von unserem Misserfolg berichteten, halfen
uns Daniel und seine Frau Maria (wir nehmen an, es ist seine Frau)
mit 2 grossen Guyaven und einem Sack voll Pampelusen aus, die Daniel
kurzerhand vom Baum nahm. Die beiden betreuen das Kinderferienheim in
der Bucht. Drei Monate im Jahr haben sie bis zu 40 Kinder aus allen
Regionen Französisch Polynesiens, die restlichen neun Monate passen
sie auf das Haus auf. Auch Ramon, der in der Bucht eine Pension mit
mehreren Bungalows betreibt, war sehr hilfreich und deckte uns mit
Zitronen ein. Trotz des Kinderheims und der Pension ist die Baie
D’Anaho keine touristische Hochburg. Alles ist nach unseren
Verhältnissen sehr einfach. Ausser fliessend Wasser und etwas Strom
aus Solarzellen gibt es nichts. Kein Fernsehen, Radio oder Internet.
Dafür eine Stunde Fussmarsch (nicht wie angegeben 2 Stunden) über
einen kleinen Pass um in dieses Kleinod zu gelangen.
Jetzt
liegen 500 Seemeilen Kurs Südsüdwest vor uns. Unser erstes Ziel in
den Tuamotus ist das Atoll Kauehi. Laut Segelführer ein einfach
befahrbarer Pass in die Lagune und das Fahrwasser quer über die 8
Seemeilen breite Lagune zur Ortschaft Tearavero soll frei von
Untiefen und Korallenköpfen sein.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen