So heissen die beiden kleinen Inseln, vor denen wir heute vor Anker gegangen sind. Sie bilden das östliche Ende der Holandes Cays oder Kaimau, wie sie in der Sprache der Kuna genannt werden. Diese Inselgruppe besteht aus 21 meist unbewohnten Inseln, die durch ein 14 Kilometer langes Riff gegen die Wellen der Karibischen See geschützt sind.
Wer auf Google Earth sehen möchte wo wir genau sind, muss diese Koordinaten eingeben: 9°34.865’N, 78°40.508’W.
Den gestrigen Tag verbrachten wir vor El Provenir am Anker. Der bedeckte Himmel und die schlechte Sicht gefielen der Skipperin überhaupt nicht. Sie pflegte ihre Seele, ich das Boot. Heute war das Wetter anfänglich auch nicht viel besser und der Wind blies mit frischen 5 bis 6 Windstärken aus Nordost.
Geschützt durch die Riffe und Inseln waren die 18 Seemeilen Fahrt Richtung Osten hoch am Wind (für Nichtsegler, Winkel zwischen Windrichtung und Fahrtrichtung 45°) bei geringer Welle entlang des Mayflower Kanal wie Segeln auf einem See. Nur mit Vorsegel ging es mit 9 Knoten Bootgeschwindigkeit voran und 3 Stunden nach Ablegen fiel der Anker bei den Inseln Banedup und Tiadup. Die Einfahrt durch die den Inseln vorgelagerten Riffe war nicht sonderlich schwierig, schien zwischenzeitlich die Sonne durch die Wolken hindurch und die Untiefen waren gut zu sehen. Trotzdem ist es immer etwas aufregend in eine unbekannte, von Riffen gesäumte Bucht einzufahren.
An Nachmittag ging es mit dem Dinghi nach Banedup zum Strandspaziergang. Eine Insel ganz für uns alleine. Die auf Tiadup lebenden Kuna-Indianer sind mit ihren Kanus oder motorisierten grösseren Booten beim Fischen in der Bucht. Neben uns liegen noch 5 andere Schiffe hier und geniessen diesen ruhigen Ankerplatz vor palmenbewachsen kleinen Inseln mit dem Rauschen des Windes und der sich am Aussenriff brechenden Wellen.




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