Mittwoch 25.März 2015: Richtung Süd-West


Wir hätten uns deutlich länger als einen Tag in den Las Perlas aufhalten können. Das günstige Wetterfenster für die Überfahrt zu den Galapagos-Inseln war uns jedoch wichtiger.
Der Bereich zwischen dem Nordostpassat auf der Nordhalbkugel und dem Südost-Passat auf der Südhalbkugel wird ITC, Inter Tropische Konvergenzzone, genannt. Diese Zone liegt im Pazifik und Atlantik in dieser Jahreszeit in der Nähe des Äquators und wandert im Sommer etwa 10 Grad nach Norden. Diese Zone kann bis zu 150 Seemeilen breit sein und zeichnet sich durch Windstille aus, die durch Gewitter und Regenschauer unterbrochen wird. Also alles andere als ein gutes Segelrevier.
Derzeit reicht die ITC im Pazifik nicht bis an Festland Südamerikas heran, was für uns eine gewitterarme Überfahrt bedeuten sollte. So zumindest die Aussage der von uns befragten Meteorologin, die uns helfen soll, eine möglichst geschickte Route von Panama zu den Galapagos-Inseln zu wählen.
Der Pazifik macht seinem Namen als friedlicher Ozean bislang alle Ehre. Bei kaum nennenswerten Seegang geht es mit 4 Beaufort achterlichem Wind mit 8 Knoten Bootsgeschwindigkeit zu unserem ersten Wegpunkt Punta Mala, der westlichen Begrenzung des Golfs von Panama.
Laut der Meteorologin sollen wir dann den Punkt 4°N, 82°30’W ansteuern und von dort auf direktem Kurs Richtung Galapagos. Wir werden uns alle 1 bis 2 Tage updaten lassen, ob sich an der Wettersituation etwas geändert hat.

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