Wir
hätten uns deutlich länger als einen Tag in den Las Perlas
aufhalten können. Das günstige Wetterfenster für die Überfahrt zu
den Galapagos-Inseln war uns jedoch wichtiger.
Der
Bereich zwischen dem Nordostpassat auf der Nordhalbkugel und dem
Südost-Passat auf der Südhalbkugel wird ITC, Inter Tropische
Konvergenzzone, genannt. Diese Zone liegt im Pazifik und Atlantik in
dieser Jahreszeit in der Nähe des Äquators und wandert im Sommer
etwa 10 Grad nach Norden. Diese Zone kann bis zu 150 Seemeilen breit
sein und zeichnet sich durch Windstille aus, die durch Gewitter und
Regenschauer unterbrochen wird. Also alles andere als ein gutes
Segelrevier.
Derzeit
reicht die ITC im Pazifik nicht bis an Festland Südamerikas heran,
was für uns eine gewitterarme Überfahrt bedeuten sollte. So
zumindest die Aussage der von uns befragten Meteorologin, die uns
helfen soll, eine möglichst geschickte Route von Panama zu den
Galapagos-Inseln zu wählen.
Der Pazifik macht seinem Namen als friedlicher
Ozean bislang alle Ehre. Bei kaum nennenswerten Seegang geht es mit 4
Beaufort achterlichem Wind mit 8 Knoten Bootsgeschwindigkeit zu
unserem ersten Wegpunkt Punta Mala, der westlichen Begrenzung des
Golfs von Panama.
Laut
der Meteorologin sollen wir dann den Punkt 4°N, 82°30’W ansteuern
und von dort auf direktem Kurs Richtung Galapagos. Wir werden uns
alle 1 bis 2 Tage updaten lassen, ob sich an der Wettersituation
etwas geändert hat.
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