Diese
Inselgruppe liegt im Golf von Panama und wird in Segelhandbüchern
wegen ihrer Schönheit gerühmt. Am Montagmorgen machen wir uns von
unserem Ankerplatz vor der Insel Taboga zur 30 Seemeilen entfernten
Insel Contadora auf. Leider ist der Wind so schwach, dass wir fast
den ganzen Tag brauchen. Unter Motor wäre es schneller gegangen,
wir wollen aber unsere Dieselvorräte schonen, wird uns die Fahrt
über den Äquator noch die eine oder andere Stunde unter Motor
bescheren.
Die
Inseln der Las Perlas Gruppe waren einst Perlen-Inseln. Schon die
Spanischen Konquistadoren haben sich in räuberischer Art an diesen
Schätzen bedient. Wie uns auf der Insel erzählt wurde, haben
Japaner vor dem 2. Weltkrieg ein Bakterium in den Gewässern um die
Inseln ausgesetzt, welches die Muscheln abtötet, um die unliebsame
Konkurrenz auszuschalten. In geringem Umfang wird die Perlenzucht
heute wieder betrieben, jedoch seien die Perlen nicht von so guter
Qualität.
Die
Insel Contadora erhielt ihren Namen von den Spaniern, die auf dieser
Insel das entlang der Westküste Südamerikas zusammengeraffte Gold
zählten und es dann über Land und auf dem Rio Charges an die
panamaische Atlantikküste für den Transport nach Spanien brachten.
Auf
dieser Insel wurde 1977 von US-Präsident Jimmy Carter und seinem
panamaischen Pendant der Vertrag unterschrieben, der die Rückgabe
der Kanalverwaltung an Panama regelt. Panama selbst ging aus
Kolumbien hervor, just als sich die Amerikaner anschickten, das von
einem Französischen Konsortium begonnene, aber gescheiterte Vorhaben
Panama-Kanal zu übernehmen.
Die
Segelführer haben nicht zu viel versprochen. Weisse Sandstrände von
bizarren Gesteinsformationen gesäumt und gute Ankermöglichkeiten
bieten die Las Perlas Inseln. Contadora ist die Insel mit der besten
Infrastruktur, täglicher Flug nach Panama-City eingeschlossen. Der
Tourismus scheint jedoch kein gutes Geschäft zu sein, ist die an
einem herrlichen Strand gelegene Hotelanlage eine Ruine.
Uns
stört es nicht. Können wir an diesem Strand mit unserem Dinghi
anlanden und es ohne Sorge neben einen Katamaran legen, der zum
Reinigen des Unterwasserschiffes auf dem Strand liegt.
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