Ihre Hauptaufgabe ist das Ausfüllen vieler Formulare. Über die Masse des Bootes, die technischen Details unseres Antriebs (z.B. ob unsere Schraube links- oder rechts-drehend ist), ob wir ein Sprechfunkgerät an Bord, welche Klasse unser AIS hat (für Nichtsegler, beim automatischen Identifikation System wird zwischen Anlagen die nur Empfangen (Klasse B) und solchen, die Senden und Empfangen (Klasse A) unterschieden) und so weiter.
Dann kommt der entscheidende Teil des Besuchs, das Messen der Bootslänge. Der Preis für die Kanalpassage richtet sich nach der Länge und ist in Klassen unter 50 und solchen über 50 Fuss eingeteilt. Gemessen wird über Alles, also jeder Überhang wird mitgezählt. Wir bleiben wenige Zentimeter unter 50 Fuss, aber nur, weil wir den Anker aus der Halterung am Bug nehmen. Der Sprung in die höhere Klasse macht einen Unterschied von 800 zu 1300 US-Dollar aus. In Panama wird alles in Dollar bezahlt, auch wenn die Amerikaner die Verwaltung des Kanals an Panama im Jahr 2000 übergeben haben.
Man beachte die Schuhe der Dame. Sie würde auf jeder Bergtour damit eine gute Figur machen. Aber auf unserem Teakdeck, na ja...
Als letzte Amtshandlung erhalten wir unser Ship Identification Number, die für die gesamte Kommunikation während der Kanalpassage anzugeben ist.
Am Nachmittag machten wir den Grosseinkauf, um für die nächsten 6000 Seemeilen nicht hungern zu müssen oder Durst zu bekommen.
Zwei volle Karren fahren wir vom Taxi zum Boot. Morgen werden wir Inventur machen, damit wir nicht nur gefühlt genügen dabei haben.
Falls etwas fehlt, haben wir noch etwas Zeit. Unser Kanaltermin ist auf Freitag Nachmittag bestätigt worden. Das heisst, wir werden, wenn Alles gut geht, am Samstag im Pazifik sein. Die Passage mit Start am Nachmittag, die für kleine Schiffe üblich ist, bedeutet eine Übernachtung vor Anker auf dem Gatun-See. 


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen