Wieder der obligate Gang zu den Behörden. Zuerst Immigration, dann zum Zoll. Anders als in allen anderen Ländern der Karibik bezahlt man auf Curaçao keine Gebühren bei diesen Ämtern, weshalb es für den Samstag auch keinen Aufschlag gibt. Der Zoll hatte geschlossen, aber ein Telefonnummer angegeben. Kurz darauf sind die Beamten erschienen und haben uns die Papiere ausgestellt, die wir im nächsten Land, also in Kolumbien, vorweisen müssen.
Den Rest des Tages ging es noch einmal unter Wasser und zwar zu einem auf 5 Meter Tiefe liegenden Schlepper in der Caracascabaai.
Nicht nur Schnorchler und Taucher haben ihre Freude, sondern auch Fische und Korallen, die das Wrack zu ihrem Lebensraum gemacht haben.
Die Fische sind eher neugierig, wer da in ihren Lebensraum eindringt und schwimmen permanent um mich herum.
1703 wurde das Fort Beekenburg zum Schutz der Caracascabaai und Willemstad gegen Piraten, Engländer und Franzosen erbaut (die Reihenfolge ist willkürlich und stellt keine Wertung dar). Es gilt als eine der best erhaltenen Festungsanlagen der Karibik.
Die 1883 erbaute Quarantänestation von Curaçao auf dem Nachbarhügel des Forts.
Schiffe mit an Gelbfieber erkrankten Matrosen oder Offizieren mussten vor dem Einlaufen eine gelbe Flagge (den sogenannten Yellow Jack) auf Steuerbord zeigen. Die Erkrankten und Infizierten wurden in der Quarantänestation untergebracht, um eine Ansteckung der Bevölkerung zu vermeiden. Auch heute ist in einigen Ländern die Gelbe Flagge beim Einlaufen in einen Hafen zu zeigen (unterhalb der Flagge des besuchten Landes) und man muss zuerst am Quarantäne-Steg festmachen. Nach Besuch durch die entsprechende Behörde und wenn keine Beanstandung vorliegt, wird die Gelbe Flagge eingeholt und man kann an einen regulären Platz verholen.
Die Seefahrt hängt nun einmal an Traditionen. Wenn ich mit vorstelle, dass wir als Zweier-Crew z.B. in Australien einlaufen, den Yellow Jack zeigen müssen und zuerst am Quarantäne-Steg festmachen und vom Quarantäne-Beamten besucht werden, ist das Landen ein Grossraumflugzeugs mit 400 Passagieren möglicherweise eine leicht grössere Gefahr für die Volksgesundheit des angeflogenen Landes.
Morgen brechen wir Richtung Kolumbien auf und planen in 3-4 Tagen in Cartagena einzulaufen.








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