Für Nichtsegler. Winschen braucht es auf einem Segelboot um Leinen anzuziehen, auf denen grosse Kräfte wirken. Also zum Dichtholen von Schoten oder zum Vorheissen der Segel. Die Leinen werden um die Winschtrommel gelegt und durch die Drehbewegung der Trommel angezogen. Die Drehbewegung kann mechanisch mit einer Kurbel oder elektrisch erzeugt werden. In der Winschtrommel befinden sich ein oder zwei Getriebe, die die Drehbewegung untersetzen, z.B. für eine Umdrehung der Winschtrommel muss man mit der Kurbel 10 Umdrehung machen. 2 Getriebe ermöglichen durch Links- oder Rechtsdrehen der Kurbel 2 Geschwindigkeiten, wobei die Trommel immer im Uhrzeigersinn dreht.
Von Zeit zu Zeit müssen die Getrieberäder gefettet und die Sperrklinken geölt werden, da auf die Winsch nicht nur die hohen Kräfte der Leinen sondern auch die äusseren Einflüsse durch Salz- oder Regenwasser wirken. 5 Monate sind wir nun unterwegs und haben ungefähr 5'000 Seemeilen gesegelt. Zeit den Winschen etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Und besser man macht diese Arbeit in einem ruhigen Hafen als auf hoher See, wenn die Winschen sich die nötige Aufmerksamkeit durch Quietschgeräusche einfordern. Man stelle sich vor, auf einem schwankenden Boot fällt beim Montieren oder Demontieren eines der Teile ins Meer. Alles andere als lustig.
Bonaire betitelt sich selbst als Divers Paradise. Zumindest steht es so auf jedem Nummernschild. Entlang der Westküste reiht sich ein Tauchspot an den anderen. Insgesamt 63 Stück. Die Taucher fahren an den Strand und gleiten in die Tiefe. Die Riffkante ist nur 100 Meter vom Strand entfernt. Auch Schnorchler kommen auf ihre Kosten und fühlen sich wie in einem Aquarium.
Nach der Arbeit das Vergnügen, auch wenn es schon am Nachmittag angefangen hat. Direkt neben der Hafeneinfahrt befinden sich zwei der 63 Tauchspots. Aufsteigende Luftblasen der Taucher unter mir.
Zwei bunte Gesellen, die mir zwischen Strand und Riffkante begegnet sind.




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