Dienstag 11. November 2014: Noch 100 Meilen bis zu den Kap Verden

Das letzte Etmal von 12 Uhr Montag auf 12 Uhr Dienstag war mit 162sm nicht mehr ganz so hoch wie an den Vortagen. Hat den Vorteil, dass wir den Landfall bei Tageslicht machen werden. Unsere Position um 2000 GMT ist 18°09’N, 24°04’W.

Warum der Landfall, also das Ankommen und an Land gehen, Landfall heisst, ist mir nicht klar. Auch der englische Begriff „landfall“ hilft nicht wirklich weiter. In den Zeiten der Eroberer waren Landfälle eher Überfälle und das mag den Begriff geprägt haben. Heute ist der erste Schritt beim Landfall ein Behördenkontakt.

Die Prozedur mit den Einreisebehörden nennt sich Einklarieren. Entsprechend bei der Ausreise, dann das Ausklarieren. Jedes Land hat etwas andere Vorschriften, hingegen können Zuwiderhandlungen in jedem Land zu erheblichen  Bussen führen.


Einklarieren kann man nur in entsprechenden Häfen, sogenannten Ports of Entry. Mindelo ist einer dieser Häfen auf den Kap Verden. Bevor die Prozedur nicht abgeschlossen ist, darf kein Mannschaftsmitglied an Land. In manchen Ländern kommen die Behörden an Bord, in manchen muss der Skipper mit allen Pässen, den Schiffspapieren und einer Crewliste zu den Behörden. Die Kap Verden gehören zur zweiten Gruppe und sie sollen eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung haben.

Heute haben wir ein anderes Segelschiff gesichtet. Aus Neugier, wer da sonst noch unterwegs ist und da wir schneller als das andere Boot unterwegs waren, wichen wir 1 Meile von unserer Kurslinie ab. Beim Vorbeifahren hat uns das norwegische Boot Spinnvill (www.sy-spinnvill.com) fotografiert. In Mindelo haben wir sie wieder getroffen und gegenseitig Bilder aus getauscht. 



Snorre und Ingunn von der Spinnvill haben fast die gleiche Reise vor wie wir. Vielleicht werden wir sie bald wiedersehen. 

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