Das letzte Etmal
von 12 Uhr Montag auf 12 Uhr Dienstag war mit 162sm nicht mehr ganz so hoch wie
an den Vortagen. Hat den Vorteil, dass wir den Landfall bei Tageslicht machen
werden. Unsere Position um 2000 GMT ist 18°09’N, 24°04’W.
Warum der
Landfall, also das Ankommen und an Land gehen, Landfall heisst, ist mir nicht
klar. Auch der englische Begriff „landfall“ hilft nicht wirklich weiter. In den
Zeiten der Eroberer waren Landfälle eher Überfälle und das mag den Begriff
geprägt haben. Heute ist der erste Schritt beim Landfall ein Behördenkontakt.
Die Prozedur mit
den Einreisebehörden nennt sich Einklarieren. Entsprechend bei der Ausreise,
dann das Ausklarieren. Jedes Land hat etwas andere Vorschriften, hingegen
können Zuwiderhandlungen in jedem Land zu erheblichen Bussen führen.
Einklarieren kann
man nur in entsprechenden Häfen, sogenannten Ports of Entry. Mindelo ist einer
dieser Häfen auf den Kap Verden. Bevor die Prozedur nicht abgeschlossen ist,
darf kein Mannschaftsmitglied an Land. In manchen Ländern kommen die Behörden
an Bord, in manchen muss der Skipper mit allen Pässen, den Schiffspapieren und
einer Crewliste zu den Behörden. Die Kap Verden gehören zur zweiten Gruppe und
sie sollen eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung haben.
Heute haben wir ein anderes Segelschiff gesichtet. Aus Neugier, wer da sonst noch unterwegs ist und da wir schneller als das andere Boot unterwegs waren, wichen wir 1 Meile von unserer Kurslinie ab. Beim Vorbeifahren hat uns das norwegische Boot Spinnvill (www.sy-spinnvill.com) fotografiert. In Mindelo haben wir sie wieder getroffen und gegenseitig Bilder aus getauscht.
Snorre und Ingunn von der Spinnvill haben fast die gleiche Reise vor wie wir. Vielleicht werden wir sie bald wiedersehen.


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