Samstag, 4. Oktober 2014: Casablanca, Hafen geschlossen

Als wir am Nachmittag in den Hafen von Casablanca eingelaufen sind, hat uns die Hafenüberwachung angefunkt und mitgeteilt, dass es für Jachten keinen Hafen gäbe. Dies im Gegensatz zu den Informationen aus den Seekarten, die den Jachthafen als kleinen Teil des grossen Hafens für die kommerzielle Schifffahrt und das Militär zeigen. Der Segelführer erwähnt Bauarbeiten im Jachthafen seit 1998 und dass diese jedoch bis 2008 abgeschlossen seien. Offensichtlich dauern sie noch an.

Die von der Hafenüberwachung angegeben Alternativen waren wenig überzeugend. Ein Hafen war für unser Boot zu flach, der andere liegt neben der Raffinerie von Casablanca und wir hätten 15sm wieder nach Norden fahren müssen, obwohl wir nach Süden wollen. Eine dritte Möglichkeit ca. 60sm südlich von Casablanca ist der Hafen, wo die grossen Phosphatvorkommen Marokkos verschifft werden. In diesem Hafen sind Yachten willkommen, jedoch gibt es keine Einrichtungen für Segler und auch keine Möglichkeit in der Nähe einzukaufen.

So entschieden wir, die nächste Etappe gleich anzuhängen; also 400sm bis zu den Kanarischen Inseln. Bei den vorhergesagten Windverhältnissen sollten wir dort in knapp 3 Tagen ankommen. Es lockt die schöne Ankerbucht im Süden der nördlichsten Kanareninsel La Graciosa.

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