Samstag 12. August 2017: Ferragosto füllt die Häfen


Hier sind wir derzeit; in Sapri am Golf von Policastro, an der Grenze der Regionen Basilicata und Campania. 

Am Donnerstag früh am Morgen segelten wir von Stromboli los nach Norden zum italienischen Festland. Wobei Segeln ein grosses Wort bei den herrschenden Windverhältnissen war. Ein paar Stunden konnten wir segeln, die übrige Zeit ging es nur unter Motor so schnell vorwärts, dass wir noch mit dem letzten Licht unser 75 Seemeilen entferntes Ziel Maratea erreichen konnten.  


Strombolico, der kleine Felsen nördlich von Stromboli, hat eine Felssporn mit einer speziellen Form. Sieht aus wie ein Hund, der Männchen macht. 


Im netten Hafen von Maratea blieben wir nur eine Nacht, da es nur für eine Nacht einen Platz für uns hatte. Ferragosto steht vor der Tür und ganz Italien ist im Urlaub. Ohne Reservation geht nichts, selbst in der Pizzaria am Hafen.  Zum Glück liegt nur 6 Seemeilen nördlich der Hafen von Sarpi, wo wir einen Platz bekamen. Der Hafen liegt ausserhalb des Ortes, weshalb wir selber kochen und leider nicht die lokale Gastronomie unterstützen. 


Der Hafen war einst ein ehrgeiziges Investitionsprojekt, dass in einem Konkurs endete. Die Gebäude rund im den Hafen sind halb fertig und stehen leer. Erzeugt nicht die angenehmste Atmosphäre, aber zum Abwarten bis sich der Starkwind legt, der derzeit aus Norden bläst, ist der Hafen ok. 

Am Freitag hatten wir housekeeping mit Boot entsalzen und reinigen sowie Besuch eines örtlichen Waschsalons, da die Wäscherei unsere Wäsche erst in einer Woche zurückliefern wollte. Eben Ferragosto.


Die Wetteränderung bringt uns seit den letzten heissen Wochen zum ersten mal etwas Abkühlung. Richtig angenehm war die Velotour durch das bergige Hinterland. Der höchste Gipfel liegt auf 2000 Meter und ermöglicht in kalten und nassen Wintern Wintersport. Wir begnügten uns mit einer 70 Kilometer langen Runde mit dauernden Auf und Ab. Die Dörfer an der Strecke sind in ihrem Kern meist nicht Auto tauglich, da ihr Ursprung im Mittelalter liegt. Freut uns als Fahrradfahrer.  


Selbst diese Brücke der Normannen hat die Zeit überdauert. Hier schätzten wir, dass es für den motorisieren Verkehr eine zweite, offensichtlich stabilere Brücke mit einen ordentlichen Geländer gibt. 


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