Sonntag 16. Juli 2017: Sciacca, die Stadt und ihr Hinterland

Seit gestern sind wir in Sciacca (sprich Tschakka) im Südwesten Siziliens. Die Fahrt von Marzara legten wir zuerst mit Motor und als der Wind einsetzte unter Gennaker zurück. Kurz vor dem Hafen, der Wind blies mittlerweile mit 20 Knoten, sahen wir ein Regattafeld mit über 30 Booten, die unter Spinnaker  zur Leetonne rauschten. Der örtliche Segelclub veranstaltete die offene italienische Meisterschaft für die 7.5 Meter langen Kielboote Platu 25. 


Zum Glück ist der Hafen gross genug, dass trotz der Veranstaltung Platz für Transit-Yachten bleibt. 


Wie an vielen Orten Siziliens haben sich in Sciacca in den letzen 20 Jahrhunderten Römer, Araber, Normannen, Aragonier und Bourbonen in der Herrschaft abgewechselt und ihre Spuren mit Kirchen, Palästen und Stadttoren hinterlassen.  



Diesen Herren trafen wir vor seinem Geschäft in der Altstadt von Sciacca, wobei er seinen Laden für gehobene Innendekoration nur als Zweitberuf ausübt. Seine eigentliche Passion sei die Schauspielerei, wie er uns mit mit grosser Inbrunst erzählte. Nächsten Monat steht er wieder in Rom vor der Kamera.  Unter diesem Link kann man den Trailer seines letzten Films Riturno al Mare: https://www.youtube.com/watch?v=9FTwDd3ijpI sehen. Sein Name ist Santa D'Aleo, passender könnte er nicht heissen. 


Weiter auf unserem Gang durch die Stadt sehen wir noch dies und das. 



Heute ging es mit dem Velo ins Hinterland. Unser Ziel war die 25 Kilometer entfernte auf 850 Meter Höhe liegende Ortschaft Caltabellotta. Leider spielte das Wetter für einmal nicht so mit.  



Schon im zweiten Teil des Anstiegs verdunkelte sich der Himmel und es gab die ersten Regentropfen, die uns aber nicht davon abhielten, weiterzufahren. 


Im Ort angekommen, regnet es stärker und wir sehen ausser einer Pasticceria wenig und machen uns auf den direkten Rückweg. Schade, es hätte sicher Einiges zu entdecken gegeben. 


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