Zum Ende des vorletzten Jahrhunderts soll sie die grösste Fischfabrik der Welt gewesen sein, zumindest in den vier Monaten im Jahr als die an Favignana auf ihren Laichzügen vorbeiziehenden Thunfische in grossen Netzen gefangen wurden. Heute ist sie ein Museum.
Ignazio Florio hatte die Idee den Thunfisch in Dosen zu konservieren, wodurch grössere Mengen gefangen und verarbeitet werden konnten. Was wiederum zur Folge hatte, dass das natürliche Gleichgewicht so stark gestört wurde, dass die Konservenfabrik heute nicht mehr existiert.
Nur Relikte der Vergangenheit, wie diese Anker für die grossen Stellnetze, sind noch existent.
Ein Bild im Museum erklärt die Methode. Ein langes Netz im flachen Wasser senkrecht zur Küste lenkt die Thunfische in ein aus mehreren Kammern bestehendes Netz. In der letzten Kammer werden die Fische durch Hinaufziehen eines Netzes an die Oberfläche gezwungen, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlachtet und in Boote verladen wurden.
Einer der Bootsschuppen in der Fischfabrik, wo die nur durch Riemen angetriebenen Boote ausserhalb der Fang-Saison gelagert wurden.
In diesen Pfannen wurde das Fleisch der Thunfische gekocht und in den Gebäuden auf der linken Bildseite weiterverarbeitet.
Das ist kein Sakralbau sondern der Raum in dem das Olivenöl in die Thunfisch-Dosen gefüllt wurde. Danach wurden die Dosen verschlossen, in einem Autoklaven sterilisiert und in alle Welt exportiert.
Die ehemalige Villa der Familie Florio gegenüber der Fabrik auf der anderen Seite des Hafens.
Scheut man die 250 Höhenmeter Aufstieg zum Castello Santa Caterina oberhalb der Ortschaft Favignana nicht, gibt es als Belohnung einen Rundblick über die gesamte Insel, auf den Hafen mit dem Museum der Fischfabrik und wenn man am Morgen unterwegs ist auf die von Trapani mit Booten anrückenden Touristen.
Oder der Blick nach Norden zur nahen Insel Levanzo.
Im Westen sieht man die Insel Marettimo.
Direkt unter uns im Süden unsere Bucht, an der wir an einer Boje der Parkverwaltung liegen. Das gesamte Gebiet der Ägadischen Inseln ist ein Schutzgebiet, eingeteilt in Zonen, die unterschiedlich genutzt werden dürfen. Ein kleiner Teil der Küsten und Seegebiete ist absolute Sperrzone, die nicht befahren werden darf, andere Zonen dürfen befahren werden, hingegen ist Ankern verboten um das Seegras zu schützen. Die Verwaltung des Parks hat in Buchten der drei Inseln insgesamt 190 Bojen ausgelegt, die dem Bedarf gut gerecht werden.














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