Dienstag 4. Juli 2017: Eine Kathedrale, ein Palast und eine Kirche


Soweit würden wir nicht gehen, aber ein interessante Stadt ist Palermo allemal.


Die Kathedrale Palermos wurde nach einem Erdbeben 1169 in den Jahren 1184/85 abgerissen und im arabisch/normannischen Stil wieder aufgebaut. 

Ob der junge Selfie-Künstler weiss, vor welchem Hintergrund er sich gerade in der Kathedrale ablichtet?


Im Geschichtsunterricht wird er es wohl lernen, dass es der Sarkophag des grossen Stauferkaiser Friedrich II. ist. Dahinter liegt sein Grossvater, der Normannenkönig Roger II. und rechts daneben sein Vater Heinrich VI. und seine Mutter Konstanze von Sizilien, die Tochter von Roger II. 

Friedrich II. liegt nicht alleine in diesem Sarkophag sondern muss sich ihn mit seinen weniger bekannten Nachfahren Friedrich III. und Peter II. teilen. Ob sie sich posthum in die erste Reihe drängeln wollten?

  
Von der Kathedrale (rechts im Bild) ging es zum Normannenpalast (links im Bild) und am Schluss zur Kirche San Giovanni degli Eremiti in Vordergrund. 

Der Palast der Normannen ist ein Umbau und eine Erweiterung eines arabischen Palastes aus dem 9. Jahrhundert. Er beherbergt heute die Regionalregierung Siziliens und ist daher nur zu einem kleinen Teil zu besichtigen. Die Palastkapelle Capella Palatina ist mit ihren renovierten Mosaiken aus farbigem und mit Blattgold überzogenem Glas die Hauptsehenswürdigkeit.  Das Mosaik der Kuppel wurde 1143 fertiggestellt. Die weitere Ausgestaltung zog sich über mehr als 10 Jahre hin. Die Renovation in den Jahren 2003-2008 wurde zum Teil von deutschen Unternehmer Reinhold Würth (Schrauben Würth) finanziert.  




Damit war unsere Aufnahmefähigkeit für historische, normannische Bausubstanz fürs erste Elementen erschöpft. 


Auf diesem Sofa haben wir uns dann aber nicht niedergelassen sondern in einem Restaurant in der Nähe, wo dieser Schnappschuss gelang.  




  




  

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