Schon mehrfach ist unser dieser markante Turm auf dem Felsen umgeben von einer kleinen Ortschaft beim Segeln entlang der sardischen Küste aufgefallen. Sie heisst Posada und liegt 50 Kilometer südlich von Olbia. Das Kastell oberhalb des Dorfes wurde zum ersten Mal in einem Dokument des Seemacht Pisa von 1275 und auf einer Seekarte von 1311 mit dem Namen Castello della Fava erwähnt.
Der Turm wurde aus der Ruine des Kastells vor einigen Jahrzehnten wieder aufgebaut und in seinen heutigen Zustand gebracht. Im Mittelalter diente der Turm der Bevölkerung als Schutz, da er wegen seiner exponierten Lage kaum einzunehmen war. Mit genügend Vorräten liessen sich selbst lange Belagerungen überdauern.
Italienische Denkmalschützer sehen wohl vieles nicht so streng. Die Plattform des Turmes ist mit neuzeitlicher Keramik belegt und der Ausstieg erinnert an einen Klettersteig.
Das historische Zentrum des Dorfes ist heute noch bewohnt, wobei das Leben wegen der engen Gassen wohl etwas beschwerlich ist. Zufahrt mit dem Auto gibt es nicht.
Dass der Mix aus einzigartigem Ambiente und Lebensqualität für manchen Bewohner nicht mehr stimmt, sieht man an vielen Häusern, die wie dieses zum Verkauf stehen.
Katzen hingegen fühlen sich sehr wohl.
Wohl fühlen kann man sich als Velofahrer auch auf den Strassen im bergigen Hinterland. Sommertags muss man jedoch stark Hitze resistent sein, wenn man den kühlenden Wind der Küste nicht mehr spürt und im Anstieg auf den ersten paar hundert Höhenmetern die angenehme Frische der Berge fehlt.
Wer keinen Gefallen an solchen schweisstreibenden Torturen hat, dem empfiehlt sich, ebenfalls mit historischen Ambiente, das Bad im Meer.








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