Montag 13. März 2017: Zum Mittagessen in die Favela

Auf einer Segel-Reise lernt man viele unterschiedliche Menschen kennen. Einer davon ist Marcello, der in Salvador am Hafen einen Laden für Bootsbedarf betreibt und Reparaturen ausführt. 


Er fragte uns, ob wir mit ihm in einer nahe gelegene Favela Mittagessen wollten. Er garantiere für uns und wir müssten uns keine Sorgen machen, zerstreute er sofort unsere abwartende Mimik und unsere Fragen, ob wir lebend den Mittagstisch verlassen werden. Salvador lag 2015  auf Platz 14 der 50 gefährlichsten Städte der Welt. 

Mit Marcellos Schlauchboot fahren wir zur Favela, die direkt unterhalb einer der teuersten Wohnlagen Salvadors liegt. Der Zugang von der Strasse ist selbst für Marcello ein No Go. 


Wie alle Favelas ist auch diese illegal entstanden, wird aber von den Behörden toleriert. Stromversorgung gibt es; ob dafür bezahlt bezweifelt Marcello. Wohin die Abwässer gehen, fragen wir besser nicht. 


Die Fischerboote der Favela-Bewohner, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. 


Bier-Werbung auf Brasilianisch. Die Zielgruppe ist eindeutig. Marcello empfiehlt uns die Werbung dieser Firma im Fernsehen anzuschauen. Etwas fürs Auge. 


Könnte auch in Italien in einem Restaurant am Strand sein. Marcello, Enkel italienischer Einwanderer, sitzt links neben mir. 


Zum Essen gibt es Fisch, Reis, Bohnen und Salat. 


Leben in der Favela. Kleiner Unterschied zu unserem geschäftigen Dasein im weniger von der Sonne verwöhnten Nordeuropa. Und mit Musik geht Alles viel besser. 



So wir gekommen sind, verlassen wir gut gesättigt den Ort des Geschehens wieder. 


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