Montag 21. November 2016: Schlüsselerlebnisse in Südafrika

Der Titel des Posts bezieht sich nicht auf uns, sondern auf diesen weltbekannten Herrn. 


Die Bronzeskulptur steht im ehemaligen Bahnhof von Durban, wo sich Mahatma Gandhi 1894 in den Zug nach Johannisburg setzte. In Pietermaritzburg wurde er aus dem Zug geworfen, da nur Weisse die erste Klasse benutzen durften. Er protestierte und durfte am nächsten Tag seine Reise in der ersten Klasse fortsetzen. 

Gandhi (1869-1948) lebte 21 Jahre von 1893 bis 1914 in Südafrika. Nach seinem Jura-Studium in England nahm er eine Stelle  bei einer indischen Handelsgesellschaft in Südafrika an. Der Vertrag war auf ein Jahr befristet. Als die Provinz Natal 1843 englische Kolonie wurde, brauchten die weissen Grundbesitzer Arbeiter für ihre Zuckerrohr-Plantagen, die sie aus Indien rekrutierten und eher wie Sklaven behandelten. Später kamen frei eindische Bauern und Händler nach Natal, die auf ein besseres Leben als in Indien hofften. 

Nach dem diskriminierenden Erlebnis im Zug folgten weitere, die Gandhi zu seiner Form des Protests durch gewaltlosen öffentlichen Ungehorsam führten. Er engagierte sich für Abbau der Rassenschranken und die Rechte der indischen und indigenen Bevölkerung in Südafrika. Zeitweilig sass der dafür im Gefängnis. Er diente jedoch freiwillig mit anderen Indern für England in den verschiedenen Kriegen gehen Buren und Zulu. Aus religösen Gründen wurden die gläubigen Hindus im Sanitätsdienst eingesetzt. Gandhi erhoffte sich durch diesen freiwilligen Dienst Anerkennung der indischen Bevölkerung durch die herrschenden Engländer. 

1915 kehrte er nach Indien zurück und führte das Land 1947 in die Unabhängigkeit von England. In Südafrika geniesst Gandhi ein hohes Ansehen, was sich seit Ende der Apartheit in vielen Denkmälern und nach ihm benannten Strassen dokumentiert.      

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