50 Kilometer nördlich von Richards Bay liegt der 1895 gegründete Hluhluwe-iMfolozi (hl wird wie sl ausgesprochen) Nationalpark. Er ist nach dem Yellowstone-Park in den USA der zweitälteste der Welt. Bei weitem nicht so gross wie der berühmtere Krüger-Nationalpark, aber für uns leicht zu erreichen und die Big 5 sind auch hier heimisch. Der Krüger Nationalpark ist halb so gross wie Schweiz, der Hluhluwe-iMfolozi Park entspricht der Fläche des Kantons Thurgau.
Die Rhinozerosse waren ausschlaggebend für die Einrichtung des Parks. Durch die unkontrollierte Bejagung wegen des Horns und durch "sportliche" Grosswildjäger auf wenige Exemplare am Ende des 19. Jahrhunderts dezimiert, hat sich der Bestand bis 1961 soweit erholt, dass seit dieser Zeit 3500 Tiere in andere Parks und Zoos verteilt werden konnten. Die Parkverwaltung kämpft intensiv gegen die Wilderei, zum Beispiel durch Einfangen und Verlagern der Tiere, damit die Wilderer kein so leichtes Spiel haben. Beim gegenseitigen Katz- und Maus-Spiel zwischen Parkverwaltung und Wilderen gibt es immer wieder Tote auf beiden Seiten. Unglaublich was für die perverse Nachfrage nach diesen Hörnern vornehmlich aus Asien an Grausamkeit an den Tag gelegt wird.
Die Big 5 sind der Elefant, das Rhinozeros, der Büffel, der Löwe und der Leopard. Nicht die Grösse der Tiere war für diese von den Grosswildjägern erstelle Gruppierung entscheidend, sondern die Gefährlichkeit und Schwierigkeit bei der Jagd. Die Raubtiere unter den Big 5 haben wir leider nicht gesehen. Nach Jahren der Dürre hat es in den letzten 6 Wochen viel geregnet. Der Park ergrünt und hat viele Wasserlöcher. Damit verteilen sich die Tiere auf die gesamte Fläche des Parks, was es für die Beobachtung schwieriger macht.
Ein brünstiger Elefantenbulle nähert sich uns, nachdem wir ihn aus einiger Entfernung betrachtet haben.
Als er die Ohren aufstellt und beschleunigt, gibt unser Guide Gas. Etwa 700 dieser grauen Riesen leben im Park.
Der Büffel war so mit Fressen beschäftigt, dass der nicht einmal der Kopf für ein Portrait anhob.
Die Impala-Antilope oder der McDonalds der afrikanischen Tierwelt. Es gibt sie an jeder zweiten Ecke und wird daher von Löwe und Leopard gerne verspeist.
Dieses Zebra-Fohlen ist erst wenige Stunden alt. Seine Chance das Erwachsenenalter zu erreichen, beträgt 50%.






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