Auch wenn die Luft nicht sehr klar war, hat man von hier oben einen schönen Blick in alle Himmelsrichtungen. Nach Süden blicken wir auf Hamilton Island, wo der Tourismus konzentriert ist. Bis auf einige wenige, verstreute Ressorts, die zum Teil auf eine fast 100 jährige Geschichte zurückblicken können, sind die anderen Inseln unbewohnt.
Oder nach Nordwesten auf Cid Island, die Inseln der Molle-Gruppe und dem dahinterliegenden Festland. Der Cid Harbour, wie der Bereich zwischen Cid und Whitsunday Insel genannt wird, war im Zweiten Weltkrieg Ankerplatz amerikanischer Schiffe, dir auf ihren Einsatzbefehl für die Schlacht im Pazifik warteten.
So idyllisch hat es wohl nicht ausgesehen, wenn man damals vom Gipfel auf die Bucht schaute. Der gesamte Anstieg erfolgt durch dichten Wald, erst hier oben öffnet sich der Blick. NOE liegt unter uns vor Anker. Auch wenn der Anker schon die gesamte Nacht problemlos gehalten hat, ist keinem Segler hunderprozentig wohl, wenn er sein Schiff alleine am Anker zurücklässt. Da tut der Blick auf Schiff und Bucht gut.
Das gilt, wenn auch mit geringerer Sorge, auch für das Dinghi. Der morgendliche Blick auf die Tiden-Tabelle ist in diesem Revier mit 3 bis 4 Meter Tidenhub unerlässlich. Wäre am frühen Morgen Ebbe und am Mittag Flut gewesen, hätten wir die Wanderung auf den Nachmittag legen müssen. Allemal ist nach 3 Stunden Abwesenheit eine längere Strecke Dinghi-Tragen angesagt.
Zum Gedenken an James Cook, der am 4. Juni 1770 hier vorbei segelte, ist dieser Obelisk aufgeschichtet worden. Wie muss es ihm und seiner Mannschaft zu Mute gewesen sein, als sie durch diese oft nur wenige Meter tiefen Gewässern fuhren. Da geht es uns schon viel besser mit GPS, elektronische Karten und Echolot. Wobei auch James Cook die Wassertiefen auslotete, entweder direkt von seinem Schiff aus oder bei geringen Wassertiefen in dem er eine Barkasse zum Loten vorausschickte. Sie rief ihm die Tiefe in Faden zu. Der Faden ist der Tausendste Teil einer Meile, also 1.85 Meter.
In dem milchigen Wasser um die Whitsunday Inseln sieht man selbst bei 3 Meter Wassertiefe den Grund nicht. Da sind wir froh um die heutigen Technologie, die perfekten Karten und genaue Tiden-Tabellen.
Ein Bild für Freunde ausgefallener Mast-Konstruktionen. Oder nahm der Entwickler dieses Mastes Anleihen bei Strommasten? Ein weiteres interessantes Detail dieses Bootes ist die Gestaltung des Hecks zur Aufnahme des Dinghis.






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