Freitag 15. April 2016: Reisevorbereitungen

Bald ist es wieder soweit. Anfang Mai wollen wir, für 4 Wochen verstärkt durch meinen Bruder, zurück in die Südsee segeln. Das erste Ziel ist Vanuatu, etwa eine Woche nördlich von Neuseeland. 

Während unserer Abwesenheit wurden die zwei noch anstehenden Arbeiten am Boot zu unserer Zufriedenheit erledigt. Der Vorstag (das ist Verbindung zwischen Mastspitze und Bug) wurde mit der reparierten Vorstagschiene (das ist das Aluminium-Profil durch den der Vorstag läuft und in dem das Vorsegel gehalten wird) montiert. Das gesamte Rigg wurde für die neuen Wanten frisch eingestellt und justiert. 

Auch die zweite Arbeit, unsere nun getrennten Salzwasser-Pumpen für WC-Spülung und Entsalzungsanlage sind montiert. Ob die neu eingebaute Pumpe für die Entsalzungsanlage den vom Hersteller versprochenen Betriebsmodus erlaubt, werden wir sehen wenn wir den Hafen verlassen, da der Wasser-Macher nur bei sauberem Wasser, also im gewissen Abstand von der Küste laufen sollte. Ein kurzer Funktionstest im Hafen verlief ohne Beanstandungen. 


Für Technik-Interessierte: die schwarze Pumpe erzeugt den konstanten Druck für die WC-Spülung von 2.5 bar, ist aber nicht für Dauerbetrieb ausgelegt. Die blaue Pumpe versorgt den Wasser-Macher und ist für Dauerbetrieb spezifiziert. 

Unsere neue Genua (zu Deutsch Vorsegel) wurde ebenfalls geliefert und die alte ging zur Reparatur nach Italien.  

Da wir bald für längere Zeit unterwegs sind und das Angebot in Vanuatu möglicherweise nicht auf jeder Insel gleich gut ist, bunkern wir jetzt schon die länger haltbaren Lebensmittel sowie Mineralwasser und Fruchtsaft. 

Zusätzlich kümmern wir uns um die Verlängerung unserer Visa, da die visafreien 90 Tage am 21. April ablaufen und wir uns drei weitere Wochen in Neuseeland aufhalten wollen. Das heisst Formular ausfüllen, Passbilder und Passkopien beilegen, einen Behördengang nach Auckland machen und Rückfragen per e-Mail beantworten. So müssen wir nachweisen, dass NOE uns gehört und wir die notwendigen finanziellen Mittel haben, um in den nächsten Wochen nicht zu einem neuseeländischen Sozialfall zu werden. 


Damit die Woche wirklich ausgefüllt ist und kein Schlendrian aufkommt, bleiben noch ein paar Arbeit am Boot, wie das Lackieren der Hölzer am Eingang zum Niedergang (das ist Treppe vom Cockpit in den Salon).   

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