Die 112 Kilometer lange Wairau Hanmer Springs Hydro Road verdankt ihre Existenz dem Bau von Stromleitungen durch menschenleere Täler. Die Strasse ist nur für geländegängige Fahrzeuge zwischen Dezember und Anfang April geöffnet. 90 Kilometer sind nicht geteert und ein Teil davon führt über privates Land, wo der Unterhalt als "best effort" mit den zu zahlenden Mautgebühren betrieben wird. Mountainbiker bezahlen 2 NZ-Dollar. Den Rest des Jahres ist sie für jeglichen Verkehr gesperrt. Mehr als doppelt so lang, nämlich 240 Kilometer beträgt die Strecke auf "normalen" geteerten Strassen zwischen St. Arnaud auf der Nordseite und Henmar Springs im Süden. Dafür gibt es auf der normalen Strasse für jede Überquerung eines Baches eine Brücke. Diesen Luxus hat man sich hier gespart und sich auf die grösseren Wasserläufe beschränkt. Daher ist die Strecke nach grossen Regenfällen nicht passierbar.
Unterwegs gibt es für Wanderer und Mountainbiker einfache Hütten für Selbstversorger. Ich beneide die Velofahrer nicht, die mit ihrem Gepäck am Rad beschwerlich über diese Strecke fahren. Wir haben uns auf einen Teil der Strecke beschränkt und sind am gleichen Tag wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt zurück gekehrt.
Auch die Kühe und Schafe sind nicht zu beneiden, die in dieser kargen Umgebung an der Grenze zwischen der Rainbow und der Molesworth Farm grasen.
Am Abend ging es nach Blenheim, in die grösste Weinregion Neuseelands. Nach dem Kommentar auf unseren ersten Post von der Südinsel schauten wir hier vorbei und unterhielten uns mit dem Kellermeister Hätsch Kalberer, der vor 25 Jahren mit Georg Fromm aus Malans auf einer ehemaligen Farm ihre ersten Reben pflanzten. Georg Fromm hat seinen Anteil mittlerweile verkauft und konzentriert sich bis auf den 13 Hektar grossen Clayvin Vineyard auf sein Weingut in Malans.





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